Erfolgreiche Wiedereintrittsbeobachtung
Am 1. September 2026 trat der Satellit Tango (Cluster II FM‑8) in die Erdatmosphäre ein. Der Wiedereintritt erfolgte um 21:30:31 UTC (23:30:31 CEST) über dem Südpazifik und wurde von der ROSIE‑Flugmission exakt aufgezeichnet. Die Beobachtung ermöglichte die Erfassung von etwa 50 Sekunden Brenndauer, wobei das Flugzeug aus Tonga den Satelliten im Sichtfeld hielt.
Vorherige Missionen
Bereits am 31. August 2026 wurde der Satellit Samba (Cluster II FM‑7) gezielt zum Wiedereintritt gebracht und von derselben ROSIE‑Mission beobachtet. Die Aufnahmen wurden mit einer Nikon Z8‑Kamera erstellt, die von der Universität Stuttgart (HEFDiG) betrieben wurde.
Technische Details der Beobachtung
Während der beiden Wiedereintritte standen 29 von 30 Instrumenten an Bord des Beobachtungsflugzeugs zur Verfügung. Der Pilot des Flugzeugs passte die Flugbahn in dem Moment an, in dem Tango am Himmel erschien, um die Brennschweife länger im Sichtfeld zu halten. Die Kameras und Sensoren lieferten hochauflösende Bilddaten, die für die Analyse des Zerstörungsprozesses genutzt werden können.
Abschied von der Cluster‑Mission
Kurz vor dem Wiedereintritt sandte das Missionskontrollteam ein letztes Telemetriesignal von der Bodenstation Kourou, das etwa 15 Minuten vor dem Eintritt verloren ging. Nach 26 Jahren Betrieb erklärte Philippe Escoubet, Missionsmanager, dass die Mission das Verständnis der Erdmagnetosphäre wesentlich erweitert habe. Er betonte, dass das Erbe der Cluster‑Familie weiterleben werde.
Ausblick: Mission Draco
Als nächster Schritt plant ESA die Mission Draco, die für 2027 vorgesehen ist. Das Projekt wird mit über zweihundert Sensoren, vier Kameras und einer unzerstörbaren Kapsel ausgestattet, um den Wiedereintritt aus der Sicht eines inneren Messgeräts zu dokumentieren. Das Team will erneut ein Beobachtungsflugzeug einsetzen, um die Außenaufnahmen mit den Innenmessungen zu korrelieren.
Bedeutung für zukünftige Satelliten
Die gesammelten Daten aus den Cluster‑ und Draco‑Wiedereintritten sollen die Modelle zur Vorhersage von Wiedereintrittsverhalten verbessern. Laut Stijn Lemmens, Leiter der Abteilung Space Debris, wird dies dazu beitragen, die Gefahr von Bodentreffern zu reduzieren und die Konstruktion nachhaltigerer Satelliten zu unterstützen.Dieser Bericht basiert auf Informationen von European Space Agency, lizenziert unter Quelle beachten. Lizenzangabe konnte nicht eindeutig zugeordnet werden.
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