Besuch der Astronauten
Am 13. Juli besuchten vier Astronauten der Artemis‑II‑Mission das ESA‑Technikzentrum ESTEC in den Niederlanden. Die Gruppe bestand aus den NASA‑Astronauten Christina Koch, Reid Wiseman und Victor Glover sowie dem kanadischen Astronauten Jeremy Hansen. Ziel des Aufenthalts war ein persönlicher Austausch mit den europäischen Teams, die das Europäische Service‑Modul (ESM) bereitgestellt hatten.
Einblick in die Missionskontrolle
Im Anschluss ging die Gruppe in den Eagle‑Mission‑Control‑Room, wo ESA‑ und Airbus‑Ingenieure das ESM rund um die Uhr überwachten. Dort trafen die Astronauten auf die Spezialisten, die während der gesamten Mission die Systeme gesteuert hatten. Christina Koch äußerte, dass die Begegnung mit den Ingenieuren vor Ort „außerordentlich inspirierend“ gewesen sei.
Präzise Triebwerkszündung
Im Rahmen des Gesprächs erläuterten die Ingenieure den Trans‑Lunar‑Injection‑Brennvorgang, der etwa 25 Stunden nach dem Start vom ESM‑Haupttriebwerk durchgeführt wurde. Der Brennstoß war so exakt, dass zwei geplante Trjektorien‑Korrektur‑Manöver nicht mehr nötig waren.
Anerkennung für das europäische Team
NASA‑Orion‑Programm‑Manager Howard Hu überreichte dem ESA‑Team ein Program‑Award, das die wichtige Rolle Europas bei Artemis II würdigt. Mehrere Mitglieder des ESM‑Teams erhielten zudem Zertifikate und ein Artemis‑II‑Patch, das während der Mission an Bord von Orion geflogen war.
Technische Details des Service Moduls
Das vom europäischen Industriekonsortium unter Leitung der ESA entwickelte und von Airbus in Bremen zusammengebaute ESM versorgte die Besatzung mit Luft und Wasser, erzeugte elektrische Energie über vier Solarpaneele, regelte die Temperatur und stellte den Antrieb für die über eine Million Kilometer lange Reise zum Mond und zurück bereit.
Erfahrungen aus dem Flug
Victor Glover, Pilot der Mission, berichtete, dass das ESM‑Triebwerk „wie ein Traum“ funktionierte und er es als seltene Gelegenheit empfinde, ein Raumschiff manuell zu steuern. Er dankte ESA, Airbus und den europäischen Fachleuten für die erfolgreiche Umsetzung.
Bedeutung der europäischen Beteiligung
Die Besuche verdeutlichen die enge Zusammenarbeit zwischen NASA, ESA und internationalen Partnern. Sie zeigen, wie europäische Technologie und Fachkompetenz entscheidend zum Erfolg von Artemis II beigetragen haben.Dieser Bericht basiert auf Informationen von European Space Agency, lizenziert unter Quelle beachten. Lizenzangabe konnte nicht eindeutig zugeordnet werden.
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