EU: ESA meldet Anstieg von Waldbränden, Dürre und Hitze im Jahr 2026
Im Juni 2026 wurden weltweit außergewöhnlich hohe Temperaturen registriert, wobei der Monat als zweitte wärmster Juni seit Beginn der Aufzeichnungen gilt. Besonders in Westeuropa wurden Rekordwerte gemessen, was die Gefahr von Waldbränden und Trockenperioden verstärkte.
Extremwetter und ihre Ursachen
Die Kombination aus hohen Temperaturen, fehlenden Niederschlägen und geringer Bodenfeuchte schuf optimale Bedingungen für großflächige Brände. Neben natürlichen Zündquellen wie Blitzschlag können menschliche Fehltritte, etwa das Wegwerfen von Zigaretten, ebenfalls zur Entzündung führen.
Satellitenbasierte Überwachung
Erde‑Beobachtungssatelliten ermöglichen die kontinuierliche Beobachtung von Hitze, Trockenheit und Brandentwicklung. Durch die Analyse von Infrarot‑ und Spektraldaten können Forscher Hotspots frühzeitig identifizieren und deren Ausbreitung verfolgen.
Einsatz des Copernicus Emergency Management Service
Seit dem 1. Mai 2026 wurde der Copernicus Emergency Management Service mehr als 30‑mal aktiviert, um Daten zu Waldbränden in Ländern wie Kroatien, Frankreich, Deutschland, Griechenland, Grönland, Italien, Polen, Portugal, Spanien, Tunesien und dem Vereinigten Königreich bereitzustellen. Die bereitgestellten Bilder unterstützen Einsatzkräfte bei der Lageeinschätzung und Entscheidungsfindung.
Instrumente der Sentinel‑Missionen
Sentinel‑2 liefert hochauflösende Bilder in 13 Spektralbändern, die sowohl die Vegetationsdichte in natürlicher Farbe als auch Infrarot‑Signale zeigen. Sentinel‑3 nutzt das Ocean‑Land‑Colour‑Instrument (OLCI) und das Sea‑and‑Land‑Surface‑Temperature‑Radiometer (SLSTR), um Temperatur‑ und Oberflächeninformationen über Land und Meer zu erfassen. Sentinel‑5P misst Spurengase und Aerosole, die durch Brände freigesetzt werden und die Luftqualität beeinflussen. Das ESA‑Projekt EarthCARE ergänzt diese Daten mit multispektralen Bildern und einem Lidar‑System, das Rauchemissionen charakterisiert.
Bedeutung für das Klimaverständnis
Die aus dem Weltraum gewonnenen Messungen zeigen, dass bis zu 35 % der Treibhausgase aus der Verbrennung organischer Materie in Wäldern, Buschland und Grasland stammen. Durch die Verknüpfung von Satellitendaten mit bodengestützten Messungen können Wissenschaftler die Zusammenhänge zwischen Extremwetter, Landnutzung und Treibhausgasemissionen genauer quantifizieren.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von ESA, lizenziert unter Quelle beachten. Lizenzangabe konnte nicht eindeutig zugeordnet werden.
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