Ein neues Weltraumvorhaben wurde von der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) angenommen, das bis Ende 2030 starten soll. Ziel ist es, das schwache Licht von galaktischen Halos in benachbarten Galaxien zu erfassen, um die Entstehung und Entwicklung von Galaxien wie unserer zu untersuchen.
Entscheidung und Zeitplan
Die Annahme erfolgte im Rahmen einer Sitzung des ESA‑Wissenschaftsprogrammausschusses am Instituto AstrofĂsico de Canarias, Teneriffa, vom 10. bis 11. Juni 2026. Damit ist die Studienphase abgeschlossen, die Machbarkeit bestätigt und die ESA verpflichtet sich zur Umsetzung.
Wissenschaftliche Zielsetzung
Das Vorhaben wird diffuse Sternenhalos und Strukturen wie Sternenströme beobachten – Überreste kleiner Galaxien, die durch Gravitation zerrissen wurden. Durch die Kartierung dieser Ströme soll ein Bild der früheren Verschmelzungen entstehen und die Häufigkeit isolierter Sterne geschätzt werden.
Umfang der Untersuchung
Geplant ist die Analyse von mindestens 80 Galaxien mit einer Masse vergleichbar zur Milchstraße, um statistische Aussagen über typische Galaxienentwicklungen zu ermöglichen.
Technische AusfĂĽhrung
Im Entwicklungsabschnitt wird ein Satellit mit einem einzigen wissenschaftlichen Instrument gebaut, das aus zwei Paaren von Teleskopen (vier Sensoren) besteht. Jeder Sensor deckt ein anderes Wellenlängenband ab, von nah‑ultraviolett über das sichtbare Spektrum bis zum nah‑infrarot.
Partner und Beiträge
Die Konstruktion des Instruments wird von einem Konsortium aus ESA‑Mitgliedsstaaten geleitet, wobei Spanien die Federführung übernimmt. Weitere Partner sind die Schweiz, Österreich, Belgien, Norwegen, Portugal und Schweden, unterstützt durch das ESA‑Prodex‑Programm.
Einbindung in ESA‑Strategie
Das Projekt ergänzt die ESA‑Flotte von Cosmic‑Observer‑Missionen und adressiert zwei zentrale Themen der ESA‑Cosmic‑Vision‑Strategie: die grundlegenden physikalischen Gesetze des Universums und die Entstehung sowie Zusammensetzung des Universums.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von European Space Agency, lizenziert unter Quelle beachten. Lizenzangabe konnte nicht eindeutig zugeordnet werden.
Ende der Ăśbertragung