Am 16. und 17. September 2026 finden die Industry Space Days (ISD) der European Space Agency (ESA) auf dem ESA‑ESTEC‑Gelände in den Niederlanden statt. Über dreißig junge Unternehmen aus dem Raumfahrtsektor präsentieren dort ihre Produkte, Dienstleistungen und Innovationen vor potenziellen Kunden, Investoren und Geschäftspartnern.
Zielsetzung der Veranstaltung
Während der zweitägigen Konferenz sollen Ideen ausgetauscht, Fähigkeiten demonstriert und Kooperationsmöglichkeiten erörtert werden. Der Fokus liegt auf der Erschließung neuer kommerzieller Anwendungen für den Weltraum und der Stärkung des europäischen Raumfahrt‑Ökosystems.
Unterstützung durch das ESA‑BIC‑Netzwerk
Das ESA‑Netzwerk aus 40 Business Incubation Centres (BIC) in 23 europäischen Mitgliedstaaten unterstützt jährlich mehr als 250 neu gegründete Raumfahrt‑Startups. Für die ISD hat die ESA für 32 Unternehmen einen Ausstellungsbereich namens „ESA BIC Village“ reserviert, in dem jeweils zwei Startups einen gemeinsamen Stand betreuen.
Aussagen von ESA‑Vertretern
„Bei den Industry Space Days gibt es tausende vorgeplante Geschäftstreffen, Präsentationen von ESA‑Direktoren und Branchenführern sowie Foren zum Ideenaustausch. Das ist eine Gelegenheit für Startups, sich anderen Akteuren der Branche vorzustellen und mögliche Kooperationen zu initiieren“, erklärt Jens Kauffmann, Leiter der SME‑Abteilung der ESA.
Beispiel: Alloy Additive
Alloy Additive aus Deutschland bietet on‑demand, kundenspezifische Titan‑, Nickel‑ und Edelstahlteile mittels TIG‑Wire‑Arc‑Additive‑Manufacturing (WAAM) an. Das Unternehmen will bei der ISD Kontakte zu Trägerraketen‑Herstellern, Satelliten‑ und Raumfahrzeugbauer sowie zu Tier‑1‑Luft- und Raumfahrtlieferanten knüpfen. „Wir möchten zeigen, wie unsere 3‑D‑Druck‑Technologie die Fertigung von Raumfahrt‑Hardware schneller, sauberer und kostengünstiger macht“, sagt Mehmet Çetinkaya, Geschäftsführer von Alloy Additive.
Beispiel: CompPair Technologies
CompPair Technologies aus der Schweiz stellt selbstheilende Verbundwerkstoffe vor, die dank der HealTech™‑Technologie Mikro‑Risse durch thermische Aktivierung reparieren. Zielgruppe sind Hersteller von Raumfahrzeugstrukturen, die Langlebigkeit und Zuverlässigkeit erhöhen wollen. „Die Industry Space Days sind ein Schlüsselereignis, um mit der europäischen Raumfahrt‑Community in Kontakt zu treten und die Zusammenarbeit zu stärken“, betont Amaël Cohades, Geschäftsführer von CompPair.
Beispiel: Marine Weather Intelligence
Marine Weather Intelligence aus Frankreich nutzt künstliche Intelligenz, um Routen zu optimieren, Wettervorhersagen zu verbessern und die Sicherheit auf See zu erhöhen. Das Unternehmen hofft, bei der ISD Datenpartnerschaften mit der ESA zu etablieren und Investoren aus den Bereichen Raumfahrt, Deep‑Tech und KI zu gewinnen. Basile Rochut, Technischer Leiter, erläutert: „Unser Proximity‑Alert‑System soll gefährliche Wetterphänomene frühzeitig erkennen und so die Schifffahrt sicherer machen.“
Beispiel: Nautilus
Nautilus aus Italien entwickelt das autonome Navigations‑ und Kollisionsvermeidungssystem EON für Satelliten sowie die bodengebundene Flugdynamik‑Software NEMO. Das Unternehmen sucht nach Satelliten‑Integratoren und frühen Anwendern, die EON in ihren täglichen Betrieb integrieren wollen. „Die ISD ermöglichen uns, die Fähigkeiten von EON und NEMO einem breiten Publikum zu präsentieren“, erklärt Mattia Pugliatti, Leiter On‑Board‑Systeme bei Nautilus.
Beispiel: ARKai
Das lettische Unternehmen ARKai kombiniert satellitengestützte InSAR‑Messungen mit bodengebundenen Sensoren, um Deformationsdaten von Staudämmen zu analysieren. Ziel ist es, Betreiber frühzeitig vor Risiken zu warnen und die Infrastruktur zu schützen. Alberto Manuel García Navarro, Technischer Leiter, meint: „Wir möchten ESA‑Technologie‑ und Forschungspartner sowie Damm‑Betreiber aus Europa und Asien für Pilotprojekte gewinnen.“
Registrierung und weitere Informationen
Interessierte können sich über die offizielle ISD‑Webseite für die Veranstaltung anmelden und erhalten dort weitere Details zum Programm.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von European Space Agency, lizenziert unter Quelle beachten. Lizenzangabe konnte nicht eindeutig zugeordnet werden.
Ende der Uebertragung