Erdbewegungen erfasst
Ein von der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) veröffentlichtes Radarbild zeigt, dass das Gebiet um Caracas nach den Erdbeben vom 24. Juni erhebliche Bodendeformationen aufweist. Die Interferogramm‑Analyse weist auf Verschiebungen von etwa 30 cm in der Sichtlinie des Satelliten hin.
Zeitlicher Ablauf der Beben
Am Mittwoch, dem 24. Juni, ereigneten sich zwei Erschütterungen: Zunächst ein Beben der Stärke 7,2, gefolgt 39 Sekunden später von einem Hauptschock mit einer Stärke von 7,5. Beide Ereignisse wurden vom US Geological Survey (USGS) registriert und fanden in geringer Tiefe statt, was zu starkem Gebäudeschaden und Todesopfern führte.
Messmethodik und Genauigkeit
Die dargestellte Karte basiert auf Daten der Copernicus‑Sentinel‑1‑Satelliten, die mittels C‑Band Synthetic Aperture Radar (SAR) arbeiten. Durch den Vergleich von Aufnahmen vom 18. Juni (vor den Beben) und vom 25. Juni (ein Tag nach den Beben) entsteht ein Interferogramm, das Millimeter‑genaue Oberflächendeformationen sichtbar macht.
Geologische HintergrĂĽnde
Die Nordküste Venezuelas liegt am San‑Sebastian‑Verwerfungssystem, das sich über rund 500 km entlang der Küste und des Karibischen Meeres erstreckt. Das Beben von 7,5 Magnitude ist das stärkste Erdbeben, das das Land seit dem Jahr 1900 getroffen hat.
Betroffene Regionen
Das von Sentinel‑1 erfasste Gebiet erstreckt sich von der Hauptstadt Caracas westwärts bis zur Stadt Puerto Cabello, etwa 210 km entfernt. Die Stadt La Guaira, rund 20 km nördlich von Caracas, gehört zu den am stärksten betroffenen Orten.
Technologie von Sentinel‑1
Sentinel‑1 nutzt die SAR‑Interferometrie (InSAR), bei der ein Radarstrahl ausgesendet und das zurückreflektierte Signal ausgewertet wird. Mehrere Messungen desselben Ortes zu unterschiedlichen Zeiten ermöglichen die Berechnung von Oberflächenverschiebungen.
Ausblick
Die präzisen Daten von Sentinel‑1 unterstützen Behörden dabei, die strukturellen Schäden zu bewerten und zukünftige Risiken besser einzuschätzen. Weitere Beobachtungen werden folgen, um die langfristige Entwicklung der Bodendeformation zu überwachen.Dieser Bericht basiert auf Informationen von European Space Agency, lizenziert unter Quelle beachten. Lizenzangabe konnte nicht eindeutig zugeordnet werden.
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