Hintergrund und Zielsetzung
Die European Space Agency (ESA) führt ein sechswöchiges Feldexperiment im arktischen Gebiet rund um Cambridge Bay, Nunavut, durch, um die Messgenauigkeit von drei bevorstehenden Copernicus‑Satelliten – dem Copernicus Imaging Microwave Radiometer (CIMR), dem Copernicus Polar Ice and Snow Topography Altimeter (CRISTAL) und dem Copernicus Radar Observing System for Europe at L‑band (ROSE‑L) – zu prüfen.
Methodik vor dem Start
Wissenschaftler und Ingenieure kombinieren bodengebundene Messungen mit Beobachtungen aus Flugzeugen und vergleichen diese mit Daten bestehender Satelliten wie CryoSat, Sentinel‑3 und ICESat‑2. Durch diesen Ansatz sollen Kalibrierungsverfahren verfeinert und Unsicherheiten vor dem Satellitenstart reduziert werden.
Messgrößen und wissenschaftliche Relevanz
Die Feldkampagne erfasst Parameter wie Schneetiefe, Schneesalinität, Eisdicke und Oberflächenrauheit. Diese Größen verändern sich rasch im Polargebiet und beeinflussen die Rückstreuung von Mikrowellen, was die Genauigkeit von Fernerkundungsinstrumenten entscheidend beeinflusst.
Kooperationen und beteiligte Institutionen
Unterstützt wird das Projekt von Forschungseinrichtungen wie der University of Calgary, der Technischen Universität Dänemark, dem Alfred‑Wegener‑Institut, der NASA und der ESA selbst. Die Zusammenarbeit ermöglicht den Austausch von Expertise und die Nutzung verschiedener Messplattformen.
Logistische Herausforderungen
Die Forscher arbeiten auf festem Meereis, das von extremen Temperaturen, starken Winden und langen Tageslichtphasen geprägt ist. Helikopter transportieren Ausrüstung zu entlegenen Messstellen, während Flugzeuge über dem Eis kreisen, um simultane Luft‑ und Bodendaten zu erfassen.
Aussichten für die kommenden Sentinel‑Missionen
Erste Ergebnisse zeigen, dass die kombinierten Datensätze die Leistungsfähigkeit der drei neuen Instrumente bereits vor dem Start deutlich verbessern. Nach Abschluss der Feldarbeiten sollen die gewonnenen Erkenntnisse in die finalen Algorithmen der CIMR‑, CRISTAL‑ und ROSE‑L‑Missionen einfließen.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von European Space Agency, lizenziert unter Quelle beachten. Lizenzangabe konnte nicht eindeutig zugeordnet werden.
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