Die Europäische Weltraumorganisation ESA hat am 2. Oktober 2026 ein neues Bild veröffentlicht, das die erste ultraviolette Aufnahme einer Aurorasubstorm zeigt. Das Bild stammt aus der Woche vom 28. September bis zum 2. Oktober 2026 und wurde von der Mission SMILE (Solar wind Magnetosphere Ionosphere Link Explorer) aufgenommen.
Hintergrund der Aufnahme
SMILE, ein gemeinsames Projekt der ESA und der NASA, kreist seit 2024 in einer erdnahen Umlaufbahn und beobachtet die Wechselwirkung zwischen Sonnenwind und Erdatmosphäre im ultravioletten Spektrum. Die aktuelle Aufnahme dokumentiert ein plötzliches Aufleuchten der Polarlichter, das als Substorm bezeichnet wird.
Technische Details
Das Bild wurde mit dem Ultraviolet Imager (UVI) der SMILE‑Satellitenkonstellation erzeugt. Der UVI erfasst Strahlung im Wellenlängenbereich von 120 nm bis 180 nm und ermöglicht damit die Sichtbarmachung von Vorgängen, die für das menschliche Auge unsichtbar bleiben.
Aussagen der ESA
Ein Sprecher der ESA erklärte, dass die Aufnahme ein wichtiger Meilenstein sei, weil sie erstmals die Dynamik einer Aurorasubstorm in Echtzeit zeige. Er betonte, dass solche Daten das Verständnis der magnetischen Wechselwirkungen zwischen Sonne und Erde vertiefe und langfristig zur Verbesserung von Vorhersagemodellen für Weltraumwetter beitrage.
Bedeutung für die Forschung
Wissenschaftler nutzen die UV‑Daten, um die Energieübertragung vom Sonnenwind in die Erdatmosphäre zu quantifizieren. Die Beobachtungen könnten zudem Aufschluss über die Entstehung von Stromausfällen und Kommunikationsstörungen geben, die durch geomagnetische Stürme verursacht werden.
Weiterführende Informationen
Die ESA stellt das Bild zusammen mit einer kurzen Analyse auf ihrer offiziellen Webseite bereit. Interessierte können dort weitere Aufnahmen aus der gleichen Woche einsehen, die verschiedene Phänomene des Erdmagnetfeldes dokumentieren.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von European Space Agency, lizenziert unter Quelle beachten. Lizenzangabe konnte nicht eindeutig zugeordnet werden.
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