Die Europäische Weltraumorganisation ESA hat ein hochauflösendes Bild veröffentlicht, das die Küstenregion von Guinea-Bissau aus dem All zeigt. Das Foto stammt aus dem Copernicus‑Sentinel‑2‑Programm und wurde im Mai 2026 aufgenommen.
Geografische Lage und Ausdehnung
Guinea‑Bissau erstreckt sich über eine Fläche von 36 125 km² und gehört damit zu den kleinsten Staaten des afrikanischen Festlands. Das Land verfügt über hochgelegene Regionen im Nordosten und weitläufige Tieflandgebiete entlang der Atlantikküste, die im Bild deutlich erkennbar sind.
KĂĽsten- und Flusssysteme
Die Küstenregion ist von flachen Ebenen und ausgedehnten Mangrovenwäldern geprägt. Tägliche Gezeiten dringen bis zu 100 km ins Landesinnere vor, wodurch zahlreiche Salzwasser‑ und Süßwasserflüsse entstehen, die das Landschaftsbild stark beeinflussen.
Wichtige FlĂĽsse
Der Geba‑Fluss fließt von Nordost nach Südwesten durch die Ebene und mündet in den Atlantik über das breite Canal do Geba. Dort trifft er auf den Corubal‑Fluss, der aus Südost in das gleiche Estuar einfließt. Südlich des Kanals liegt das Salz‑ und Süßwasser‑Mischgebiet des Rio Grande de Buba, das bis weit ins Landesinnere reicht.
Städtische Zentren
Am östlichen Ende des Rio Grande de Buba liegt die Stadt Buba, die als größter Ort im Süden des Landes und als Verwaltungszentrum der Region gilt.
Naturschutz und Artenvielfalt
Die einzigartige Umwelt des Landes beherbergt eine reiche Flora und Fauna, die in mehreren National‑ und Naturschutzgebieten geschützt wird. Der Cufada‑Lagunen‑Naturpark zwischen Canal do Geba und Rio Grande de Buba ist ein Ramsar‑Feuchtgebiet und Lebensraum einer bedeutenden Unterpopulation des westlichen Schimpansen.
Bedrohungen und Handlungsbedarf
Der Bestand des westlichen Schimpansen ist in den letzten Jahrzehnten um rund 80 % zurückgegangen. Der Rückgang gefährdet das ökologische Gleichgewicht des Landes, sodass laut Experten dringend koordinierte Maßnahmen auf lokaler, nationaler und internationaler Ebene erforderlich sind.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von ESA, lizenziert unter Quelle beachten. Lizenzangabe konnte nicht eindeutig zugeordnet werden.
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