EU: ESA verzeichnet erfolgreichen Start von MTG‑I2 mit Ariane 6
Startzeit und Ort
Die Europäische Weltraumorganisation ESA hat am 27. August 2026 um 22:11 CEST (17:10 Ortszeit) den Start des Meteosat‑Third‑Generation‑Imager 2 (MTG‑I2) von der Weltraumbasis in Französisch‑Guayana durchgeführt. Der Start erfolgte mit der Trägerrakete Ariane 6, die von Arianespace für die Mission VA270 bereitgestellt wurde.
Satellit und Aufgaben
Der MTG‑I2 ist das dritte Mitglied der MTG‑Konstellation, die von Eumetsat betrieben wird. Der Satellit liefert hochauflösende Bilddaten für die Wettervorhersage in Europa und unterstützt insbesondere die Kurzfristprognose schwerer Wetterereignisse. Sobald die Mission voll einsatzfähig ist, soll sie mindestens fünfzigmal mehr Daten erzeugen als die Vorgängersatelliten der Meteosat‑Second‑Generation (MSG).
Instrumente an Bord
Der Satellit trägt zwei Hauptinstrumente: einen Lightning Imager, der kontinuierlich Blitzaktivitäten aus einer geostationären Umlaufbahn von etwa 36 000 km Höhe überwacht, und einen Flexible Combined Imager, der in zehn Minuten ein Bild der Erde erstellt und Europa sowie Nordafrika alle 2,5 Minuten neu scannt. Diese Fähigkeiten verbessern die Vorhersagegenauigkeit und die Sicherheit im Luftverkehr.
Ariane 6 Konfiguration
Der Start war der neunte Flug der europäischen Schwerlastrakete Ariane 6. Für diese Mission war die Rakete mit zwei P120C‑basierten Feststoffmotoren ausgestattet, um den MTG‑I2 in eine geostationäre Transferbahn zu bringen – die erste Mission dieser Art für Ariane 6 und die bislang weiteste Flugstrecke der Rakete.
Rolle der ESA
Die ESA leitet das Ariane‑6‑Entwicklungsprogramm und gewährleistet damit den autonomen Zugang zum Weltraum zum Nutzen der europäischen Bürger. Durch die Bereitstellung von Startkapazitäten unterstützt die ESA die Weiterentwicklung der europäischen Wettersatelliteninfrastruktur.
Ausblick
Nach erfolgreichem Start wird MTG‑I2 voraussichtlich in den kommenden Monaten in die geostationäre Umlaufbahn eintreten und nach Inbetriebnahme die Wetterdienste mit neuen, detaillierten Beobachtungsdaten versorgen. Die erweiterten Datenvolumina sollen die Vorhersagegenauigkeit weiter steigern und die Reaktionsfähigkeit bei extremen Wetterlagen verbessern.Dieser Bericht basiert auf Informationen von ESA, lizenziert unter Quelle beachten. Lizenzangabe konnte nicht eindeutig zugeordnet werden.
Ende der Uebertragung