Hintergrund
Die zunehmende Regulierung von Ionophor‑Antibiotika wie Monensin und die wachsende Nachfrage nach natürlichen Futtermitteln haben das Interesse an alternativen Zusatzstoffen geweckt. Ziel der vorliegenden Untersuchung war es, die Auswirkungen von Futtermittelzusätzen im Vergleich zu Monensin auf Leistungsparameter, Schlachtkörpermerkmale, Rumen‑ und Zökummorphologie sowie Fleischqualität zu prüfen.
Versuchsaufbau
In einer randomisierten Studie wurden vierundzwanzig F1 Angus‑Nellore‑Bullen (Durchschnittsgewicht 456 ± 21,77 kg) drei Behandlungsgruppen zugeteilt: 1) Monensin (26 mg/kg Trockenmasse), 2) eine Mischung aus ätherischen Ölen und α‑Amylase (BEO, 90 mg bzw. 560 mg/kg DM) und 3) BEO kombiniert mit 25‑Hydroxycholecalciferol (BEO + HyD, 1 mg/Tag). Die Tiere bildeten die Versuchseinheiten; die Daten wurden mit einem gemischten Modell ausgewertet, wobei die Behandlung fester Effekt und das Tier zufälliger Effekt war.
Leistungsparameter
Im Vergleich zu Monensin erhöhten BEO und BEO + HyD die Trockensubstanzaufnahme (P 0,50).
Rumenparameter
Während der Adaptationsphase und über den gesamten Versuchszeitraum hinweg wiesen Tiere, die BEO oder BEO + HyD erhielten, höhere mittlere und minimale Rumen‑pH‑Werte auf, verbrachten weniger Zeit unter pH 6,2 und 6,0 und zeigten ein geringeres Flächenintegral unter diesen Schwellenwerten (P ≤ 0,05). Zusätzlich verbrachte die BEO‑Gruppe über die gesamte Fütterungsdauer weniger Zeit unter pH 5,8 (P = 0,02) und zeigte eine niedrigere Rumen‑Temperatur. Die Rumen‑Absorptionsfläche war bei Monensin‑ und BEO‑Tieren größer als bei BEO + HyD (P = 0,007).
Fleischqualität und Zökummorphologie
Die untersuchten Fleischqualitätsmerkmale unterschieden sich nicht signifikant zwischen den Behandlungsgruppen (P > 0,05). Ebenso blieben die morphometrischen Parameter des Zökums unbeeinflusst (P > 0,05).
Schlussfolgerungen
Die Kombination aus ätherischen Ölen und α‑Amylase verbessert die Rumen‑Gesundheit und steigert die Leistungs- und Schlachtkörperparameter, ohne die Fleischqualität oder die Zökummorphologie zu beeinträchtigen. Die Zugabe von 1 mg 25‑(OH)D3 zeigte nur begrenzte Zusatzwirkungen auf Schlachtkörpermerkmale.Dieser Bericht basiert auf Informationen von PLOS ONE, lizenziert unter Creative Commons BY 4.0 (Open Access). Wissenschaftliche Inhalte, offen zugänglich.
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