Antwort der Bundesregierung
Die Bundesregierung hat in einer Antwort auf eine Kleine Anfrage der AfD‑Fraktion mitgeteilt, dass rund zehn Prozent aller ausländischen Investitionen für Neuansiedelungen auf der grünen Wiese oder Unternehmenserweiterungen über die Gesellschaft für Außenwirtschaft und Standortmarketing mbH (Germany Trade and Invest, GTAI) abgewickelt werden. Im Zeitraum vom 1. Oktober 2025 bis zum 24. Juli 2026 seien demnach 104 Projekte über GTAI geprüft und an die jeweiligen Bundesländer weitergeleitet worden.
Rolle von Germany Trade and Invest
Die GTAI prüft die eingehenden Anträge, bewertet die wirtschaftliche Tragfähigkeit und koordiniert die Zuweisung an die Bundesländer, die dann die Standortentscheidung treffen. Durch diese zentrale Bearbeitung soll eine einheitliche Qualitätssicherung und ein schnelleres Verfahren gewährleistet werden.
Branchenverteilung der Projekte
Die überwiegende Mehrheit der Projekte stammt aus den Bereichen Energieversorgung, chemische Erzeugnisse, Kraftfahrzeuge und Kraftfahrzeugteile sowie aus der Sammlung, Behandlung und Beseitigung von Abfällen. Diese Branchen spiegeln die aktuelle Nachfrage nach nachhaltiger Energie und umweltfreundlicher Produktion wider.
Arbeitsplatzpotenzial
Nach Angaben der Bundesregierung könnten die 104 Vorhaben bei voller Umsetzung etwa 3.500 Arbeitsplätze schaffen. Die geschaffenen Stellen verteilen sich auf Facharbeiter, Techniker und Verwaltungspersonal in den genannten Branchen.
Steuerliche Effekte
Die Investitionen würden voraussichtlich zu zusätzlichen Steuereinnahmen in Höhe von 5,8 Milliarden Euro führen. Darüber hinaus rechnet die Bundesregierung mit jährlichen Einkommensteuereinnahmen von rund 30 Millionen Euro und einem Körperschaftssteueraufkommen von etwa 13 Millionen Euro.
Ausblick
Die Bundesregierung plant, die Zusammenarbeit mit GTAI weiter zu stärken, um die Attraktivität Deutschlands für ausländische Investoren zu erhöhen und gleichzeitig die regionale Wirtschaftsentwicklung zu unterstützen. Weitere Analysen sollen die langfristigen Effekte auf Beschäftigung und Steueraufkommen prüfen.Dieser Bericht basiert auf Informationen von Deutscher Bundestag, lizenziert unter Amtliches Werk gem. § 5 UrhG (Deutschland).
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