Am 9. Juni 2026 hat die Europäische Kommission in Brüssel interimistische Maßnahmen beschlossen, die Meta verpflichten, den uneingeschränkten Zugang zu WhatsApp wiederherzustellen. Die Entscheidung folgt auf Beschwerden von Bürgern und Unternehmen, die von eingeschränkten Funktionen betroffen waren.
Hintergrund
Die Beschränkungen wurden im Frühjahr 2026 eingeführt, nachdem die EU-Kommission Bedenken hinsichtlich der Marktbeherrschung und der Datenverfügbarkeit geäußert hatte. Kritiker warfen Meta vor, durch die Einschränkung des Zugangs Wettbewerber zu benachteiligen und die digitale Souveränität der EU zu untergraben.
Details der Interim-Maßnahmen
Die neuen Regelungen verlangen von Meta, dass sämtliche Nutzer in der EU wieder ohne zusätzliche Kosten auf die Grundfunktionen von WhatsApp zugreifen können. Zudem muss das Unternehmen innerhalb von 30 Tagen einen Bericht über die technische Umsetzung vorlegen. Verstöße können mit Geldbußen von bis zu 10 % des weltweiten Jahresumsatzes geahndet werden.
Reaktion von Meta
Ein Sprecher von Meta erklärte, dass das Unternehmen die Vorgaben prüfen und in enger Abstimmung mit den europäischen Aufsichtsbehörden eine Lösung erarbeiten werde. Gleichzeitig betonte er, dass die Sicherheit der Nutzer und die Einhaltung geltender Datenschutzbestimmungen Priorität haben.
Auswirkungen auf den digitalen Binnenmarkt
Experten sehen in den Maßnahmen einen wichtigen Schritt zur Stärkung des digitalen Binnenmarktes. Durch die Wiederherstellung des freien Zugangs soll ein fairer Wettbewerb gefördert und die Auswahlmöglichkeiten für Verbraucher erweitert werden.
Weiteres Vorgehen
Die Europäische Kommission kündigte an, die Umsetzung der Maßnahmen eng zu überwachen und bei Bedarf weitere regulatorische Schritte einzuleiten. Ein abschließender Bericht soll bis zum Jahresende veröffentlicht werden.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von Europäische Kommission, lizenziert unter Creative Commons BY 4.0 (Europäische Union). Enthält Informationen von Organen der Europäischen Union.
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