Neue Berufungen
Der Rat der Europäischen Union hat am 11. Februar 2026 zwei neue Staatsanwälte für Belgien und die Tschechische Republik zum Europäischen Büro für die Strafverfolgung (EPPO) berufen. Die Ernennungen erweitern das Kollegium des EPPO, das gemeinsam mit dem Europäischen Chefankläger die Aufsicht über grenzüberschreitende Untersuchungen und Strafverfolgungen im Zuständigkeitsbereich der Union übernimmt.
Aufgaben des EPPO
Der neue Staatsanwalt für Belgien wird künftig die Koordination von Fällen übernehmen, die gegen belgische Unternehmen oder Personen wegen Verstößen gegen EU‑Recht gerichtet sind. Der neue Staatsanwalt für die Tschechische Republik übernimmt eine vergleichbare Aufgabe, wobei der Fokus auf der Zusammenarbeit mit nationalen Behörden liegt. Das EPPO wurde 2020 eingerichtet, um Betrug, Geldwäsche und andere schwerwiegende Delikte, die die EU‑Finanzen betreffen, wirksam zu bekämpfen.
Bedeutung für die EU
Die Berufungen erfolgten nach den im EU‑Vertrag festgelegten Verfahren, die eine Konsultation der Mitgliedstaaten und eine Bewertung der fachlichen Eignung vorsehen. Durch die Erweiterung des Kollegiums soll die Handlungsfähigkeit des EPPO gestärkt werden, insbesondere angesichts steigender grenzüberschreitender Wirtschaftskriminalität. Der Rat betonte, dass die neuen Mitglieder die Unabhängigkeit und Integrität des Büros weiter sichern werden. In Zukunft wird das EPPO seine Ermittlungsbefugnisse weiter ausbauen, um die Durchsetzung des EU‑Rechts konsequent zu unterstützen.Dieser Bericht basiert auf Informationen von Rat der Europäischen Union, lizenziert unter Creative Commons BY 4.0 (Europäische Union). Enthält Informationen von Organen der Europäischen Union.
