EU: Erweiterung des Europäischen Globalisierungsanpassungsfonds
Eine neue Verordnung des Rates der Europäischen Union erweitert den Europäischen Globalisierungsanpassungsfonds, um Arbeiter zu unterstützen, die unmittelbar von Arbeitsplatzverlust bedroht sind. Die Entscheidung wurde am 11. Mai 2026 im Rat getroffen und zielt darauf ab, die sozialen Folgen von Globalisierung und strukturellen Veränderungen abzumildern.
Erweiterter Förderungsumfang
Der Fonds, der bislang Unternehmen bei der Umschulung und Neuplatzierung von entlassenen Beschäftigten unterstützt hat, soll nun gezielt Maßnahmen für Arbeiter finanzieren, die bereits konkrete Anzeichen einer bevorstehenden Entlassung zeigen. Dazu gehören Qualifizierungsprogramme, berufliche Beratungen und finanzielle Hilfen für Übergangszeiten.
Finanzielle Rahmenbedingungen
Der Rat legt ein Budget von 1,2 Milliarden Euro für die erweiterte Maßnahme fest, das aus den regulären Mitteln des Fonds entnommen wird. Die Mittel sollen über einen Zeitraum von vier Jahren bereitgestellt werden, wobei die Mitgliedstaaten die Umsetzung nach nationalen Kriterien steuern.
Umsetzung durch die Mitgliedstaaten
Jeder Mitgliedstaat ist verpflichtet, nationale Anlaufstellen einzurichten, die die Anspruchsberechtigung prüfen und die Förderungen koordinieren. Die Kriterien für die Einstufung als „unmittelbares Risiko“ werden auf Basis von Unternehmensankündigungen und Arbeitsmarktdaten definiert.
Erwartete Auswirkungen
Nach Angaben der Europäischen Kommission soll die Erweiterung dazu beitragen, die Arbeitslosigkeit in betroffenen Sektoren zu verringern und die berufliche Mobilität zu erhöhen. Erste Schätzungen gehen von einer Reduktion der Arbeitslosenzahlen um bis zu 150 000 Personen innerhalb der ersten beiden Jahre aus.
Die Erweiterung wird von Wirtschaftsverbänden und Gewerkschaften unterschiedlich bewertet; beide Seiten betonen die Notwendigkeit, den sozialen Zusammenhalt in Zeiten wirtschaftlicher Umbrüche zu stärken.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von Rat der Europäischen Union, lizenziert unter Creative Commons BY 4.0 (Europäische Union). Enthält Informationen von Organen der Europäischen Union.
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