Am 14. Oktober 2026 hat die Europäische Kommission einen Entwurf für eine gezielte Änderung der EU-Methanverordnung veröffentlicht. Ziel sei es, die bestehenden Regelungen zu präzisieren und Lücken zu schließen, um die Methanemissionen in der Union wirksamer zu reduzieren.
Hintergrund der Methanverordnung
Die Methanverordnung, die 2023 in Kraft trat, verpflichtet Mitgliedstaaten und Unternehmen, Methanemissionen zu messen, zu melden und zu reduzieren. Seitdem haben zahlreiche Berichte gezeigt, dass bestimmte Sektoren, insbesondere die Landwirtschaft und die fossile Brennstoffindustrie, weiterhin überdurchschnittlich hohe Emissionen aufweisen.
Begründung für die geplante Änderung
Die Kommission begründet den Vorstoß damit, dass aktuelle Messmethoden nicht in allen Bereichen einheitlich angewendet werden und dass einige Schwellenwerte nicht mehr den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen entsprechen. Durch die Anpassung sollen klare Vorgaben für Messgenauigkeit und Berichtspflichten geschaffen werden.
Erwartete Auswirkungen
Laut Angaben der Kommission soll die Änderung dazu beitragen, die Methanemissionen bis 2030 um mindestens 30 % gegenüber dem Niveau von 2020 zu senken. Dies würde einen wesentlichen Beitrag zum Erreichen der Klimaziele der EU leisten und die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen stärken, die frühzeitig auf emissionsarme Technologien umstellen.
Verfahren und Zeitplan
Der Entwurf wird nun einer öffentlichen Konsultation unterzogen, die bis zum 30. November 2026 läuft. Anschließend soll das Europäische Parlament und der Rat die Vorschläge prüfen und im ersten Quartal 2027 über die Verabschiedung entscheiden.
Reaktionen von Mitgliedstaaten und Wirtschaft
Einige Mitgliedstaaten haben bereits signalisiert, dass sie die strengeren Vorgaben unterstützen, während Vertreter der Industrie betonen, dass klare Übergangsfristen und finanzielle Unterstützung notwendig seien, um die Umsetzung zu ermöglichen.
Nächste Schritte
Nach Abschluss der Konsultation plant die Kommission, die gesammelten Rückmeldungen in den finalen Gesetzestext einzuarbeiten und die Verhandlungen mit dem Rat und dem Parlament aufzunehmen. Beobachter erwarten, dass die endgültige Regelung im Laufe des Jahres 2027 veröffentlicht wird.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von Europäische Kommission, lizenziert unter Creative Commons BY 4.0 (Europäische Union). Enthält Informationen von Organen der Europäischen Union.
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