Ein förmliches Kartellverfahren wurde eingeleitet, um zu prüfen, ob Sanofi gegen die Wettbewerbsregeln der Europäischen Union verstoßen hat. Die Untersuchung richtet sich gegen eine Kommunikationskampagne, die den einzigen konkurrierenden Grippeimpfstoff für gefährdete Patienten kritisiert. Der Vorwurf besteht seit dem 26. Juni 2026, dem Tag der offiziellen Mitteilung der Kommission.
Hintergrund der Untersuchung
Die Europäische Kommission hat in den vergangenen Monaten mehrere Beschwerden erhalten, die behaupten, dass die Kampagne von Sanofi irreführende Informationen verbreitet. Ziel sei es, die Marktposition des Konkurrenzprodukts zu schwächen, das von Gesundheitsexperten für Risikopatienten empfohlen wird.
Vorwürfe der Kommission
Nach Angaben der Kommission könnte die Kampagne gegen Artikel 101 des Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union verstoßen, der unfaire Absprachen und missbräuchliche Praktiken untersagt. Die Behörde prüft, ob die Aussagen von Sanofi den Wettbewerb verzerren und den Zugang zu einem wirksamen Impfstoff beeinträchtigen.
Reaktion von Sanofi
Sanofi hat erklärt, dass die Kommunikationsmaßnahmen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren und im öffentlichen Interesse stehen. Das Unternehmen betont, dass es keine unlauteren Methoden anwende und die Vorwürfe zurückweise.
Mögliche Folgen
Im Falle eines Verstoßes könnte die Kommission Geldbußen verhängen, die bis zu 10 % des weltweiten Jahresumsatzes des Unternehmens betragen können. Zusätzlich könnte die Kommission Anordnungen erlassen, um die Werbemaßnahmen zu ändern oder zu stoppen.
Rechtlicher Rahmen
Die Untersuchung erfolgt im Einklang mit den bestehenden EU-Wettbewerbsrichtlinien, die darauf abzielen, einen fairen Markt für Arzneimittel sicherzustellen. Die Kommission hat bereits mehrere vergleichbare Fälle bearbeitet, in denen Unternehmen wegen irreführender Werbung sanktioniert wurden.
Nächste Schritte
Die Kommission wird die von Sanofi vorgelegten Unterlagen prüfen und weitere Beweise von betroffenen Akteuren einholen. Ein abschließender Bericht wird voraussichtlich im Laufe des Jahres veröffentlicht, wobei die Möglichkeit einer einstweiligen Verfügung besteht, falls dringender Handlungsbedarf besteht.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von Europäische Kommission, lizenziert unter Creative Commons BY 4.0 (Europäische Union). Enthält Informationen von Organen der Europäischen Union.
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