Eine eingehende Untersuchung wurde am 22. Juli 2026 eingeleitet, um die geplante Fusion von Saipem und Subsea7 zu prüfen. Ziel ist es, die Auswirkungen auf den Wettbewerb in relevanten Offshore‑Dienstleistungsmärkten zu bewerten.
Hintergrund der Untersuchung
Die Europäische Kommission hat die Untersuchung im Rahmen der EU-Fusionskontrolle gestartet. Sie beruft sich dabei auf die EU‑Fusionsverordnung, die bei grenzüberschreitenden Unternehmenszusammenschlüssen Anwendung findet.
Bedenken hinsichtlich des Wettbewerbs
Die Kommission äußert Bedenken, dass die angestrebte Konzentration den Wettbewerb in einigen Offshore‑Engineering‑ und Bau‑Dienstleistungssegmenten erheblich beeinträchtigen könnte. Insbesondere könnte die Marktstellung des entstehenden Unternehmens „Saipem7“ zu einer dominierenden Position führen.
Mögliche Folgen und weitere Schritte
Im Rahmen der Untersuchung kann die Kommission zusätzliche Unterlagen anfordern, Gespräche mit betroffenen Unternehmen führen und Marktanalysen durchführen. Sollte die Kommission zu dem Schluss kommen, dass die Fusion den Wettbewerb unverhältnismäßig einschränkt, kann sie Auflagen erteilen oder die Fusion ablehnen.
Ein Sprecher der Kommission erklärte, dass die Maßnahme darauf abziele, ein funktionierendes Wettbewerbsumfeld zu sichern und langfristige Investitionen in den europäischen Offshore‑Sektor zu fördern.
Der Offshore‑Bausektor spielt eine zentrale Rolle für die Energieinfrastruktur Europas, insbesondere im Bereich erneuerbarer Energien und Tiefseeprojekte. Eine Veränderung der Marktstruktur könnte daher weitreichende Auswirkungen auf Lieferketten und Preisgestaltung haben.
Betroffene Unternehmen, Investoren und andere Marktteilnehmer werden aufgefordert, mit den Ermittlungsbehörden zusammenzuarbeiten und relevante Informationen bereitzustellen.
Die Kommission hat keinen endgültigen Zeitplan für den Abschluss der Untersuchung genannt, betont jedoch, dass die Bewertung zügig erfolgen werde, um Rechtssicherheit für alle Beteiligten zu schaffen.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von Europäische Kommission, lizenziert unter Creative Commons BY 4.0 (Europäische Union). Enthält Informationen von Organen der Europäischen Union.
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