Am 19. Oktober 2026 hielt Minister Bruns der Europäischen Kommission in Leuven, Belgien, eine Rede, in der er zusammen mit Vertretern der Regionen Brüssel und Wallonien die Unterzeichnung einer gemeinsamen Erklärung ankündigte. Die Erklärung soll die Zusammenarbeit zwischen den Regionen im Rahmen der EU-Strategie für Kohäsion und nachhaltige Entwicklung stärken.
Hintergrund der Erklärung
Die Unterzeichnung folgt mehreren Monaten intensiver Verhandlungen, bei denen die beteiligten Regionen ihre gemeinsamen Interessen an Infrastruktur, Digitalisierung und Klimaschutz definierten. Die Europäische Kommission hatte bereits 2024 ein Förderprogramm für grenzüberschreitende Projekte ins Leben gerufen, das als rechtliche Basis für die aktuelle Erklärung dient.
Ziele der Zusammenarbeit
Laut Minister Bruns sollen die Regionen künftig koordinierte Investitionen tätigen, um den Ausbau erneuerbarer Energien und den öffentlichen Nahverkehr zu beschleunigen. Weiterhin wird ein gemeinsamer Wissensaustausch zu Smart‑City‑Lösungen und digitaler Verwaltung angestrebt.
Finanzielle Rahmenbedingungen
Die Erklärung sieht vor, dass ein Teil der Mittel aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) bereitgestellt wird. Zusätzlich werden nationale Beiträge der beiden Regionen vereinbart, um die Gesamtkosten von rund 850 Millionen Euro über einen Zeitraum von fünf Jahren zu decken.
Ausblick und nächste Schritte
In den kommenden Monaten sollen konkrete Projektvorschläge eingereicht und von einem gemeinsamen Ausschuss bewertet werden. Der Ausschuss, dem Vertreter der Kommission, Brüssels und Walloniens angehören, wird bis Ende 2027 über die Priorisierung entscheiden.
Reaktionen der Anwesenden
Vertreter der Regionen betonten die Bedeutung der Erklärung für die regionale Wettbewerbsfähigkeit. Minister Bruns schloss die Rede mit dem Hinweis, dass die Initiative ein Modell für weitere Regionen in Europa darstellen könne. Die Anwesenden beendeten die Veranstaltung mit einer gemeinsamen Erklärung, die im Anschluss veröffentlicht wird.
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