Die Europäische Union hat am 30. April 2026 in Brüssel die Einleitung einer öffentlichen Konsultation zu dem Entwurf der neuen EU‑Fusionsrichtlinien bekannt gegeben. Ziel ist es, Kommentare von Unternehmen, Verbänden und anderen Interessengruppen zu sammeln, um das Regelwerk zu finalisieren.
Umfang der Reform
Der Entwurf sieht die Ablösung der bisherigen Horizontal‑Fusionsrichtlinien sowie der Nicht‑Horizontal‑Fusionsrichtlinien vor. Damit soll ein einheitliches Regelwerk geschaffen werden, das sämtliche Arten von Unternehmenszusammenschlüssen abdeckt.
Bedeutung für die Wettbewerbspolitik
Nach Angaben der Kommission stellt die geplante Neugestaltung die bedeutendste Reform der Fusionskontrolle der letzten zwanzig Jahre dar. Sie soll die Transparenz und Vorhersehbarkeit von Fusionsprüfungen erhöhen.
Zielsetzung der neuen Leitlinien
Die überarbeiteten Richtlinien sollen insbesondere den Umgang mit digitalen Märkten, datengetriebenen Geschäftsmodellen und grenzüberschreitenden Fusionen vereinfachen. Gleichzeitig wird angestrebt, die Durchsetzungsgeschwindigkeit zu steigern.
Aufruf zur Beteiligung
Die Kommission fordert Unternehmen, Verbände und weitere Interessierte auf, ihre Stellungnahmen über das offizielle Konsultationsportal einzureichen. Die eingereichten Beiträge fließen in die abschließende Ausgestaltung des Regelwerks ein.
Ausblick
Nach Abschluss der Konsultationsphase wird die Kommission den finalen Text der neuen Fusionsrichtlinien veröffentlichen und damit den Grundstein für die künftige Wettbewerbspraxis in der EU legen.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von Europäische Kommission, lizenziert unter Creative Commons BY 4.0 (Europäische Union). Enthält Informationen von Organen der Europäischen Union.
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