EU: Vision 2040 für Fischerei und Aquakultur
Ein neues Rahmenkonzept für die Fischerei und Aquakultur, Vision 2040, wurde am 20. Oktober 2026 vorgestellt. Ziel ist es, die langfristige Nachhaltigkeit der Bestände zu sichern und gleichzeitig rund 200 000 Arbeitsplätze in der EU zu erhalten.
Ziele der Vision
Die Vision definiert klare Vorgaben für die Erhaltung der Fischbestände, die Reduktion von Beifang und die Anpassung an den Klimawandel. Nach Angaben der Kommission sollen bis 2040 mindestens 70 % der Fischbestände auf einem gesunden Niveau liegen.
Wirtschaftliche Bedeutung
Fischerei und Aquakultur tragen wesentlich zum europäischen Binnenmarkt bei. Der Sektor erwirtschaftet jährlich rund 30 Mrd. € und versorgt Verbraucher mit proteinreichem Nahrungsmittel.
Nachhaltigkeitsaspekte
Die Initiative legt Wert auf umweltfreundliche Fangmethoden, die Förderung von Wildfang mit geringem Öko‑Fußabdruck und den Ausbau von nachhaltiger Aquakultur, insbesondere in Küstenregionen.
Umsetzungsschritte
Die Kommission plant, die Mitgliedstaaten zu verpflichten, nationale Aktionspläne zu erstellen, die an die EU‑Ziele angepasst sind. Zusätzlich sollen Förderprogramme für Forschung und Technologieentwicklung bereitgestellt werden.
Beteiligung der Akteure
Fischer, Aquakulturbetreiber, Wissenschaftler und Verbraucher werden in den Entwicklungsprozess eingebunden. Laut einer Stellungnahme des Europäischen Parlaments wird ein Dialogforum eingerichtet, um Feedback aus der Praxis zu integrieren.
Ausblick
Bis 2030 soll ein erster Evaluationsbericht vorliegen, der den Fortschritt der einzelnen Mitgliedstaaten misst. Die Kommission betont, dass die Vision 2040 ein lebendiges Dokument sei, das regelmäßig an neue wissenschaftliche Erkenntnisse angepasst wird.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von Europäische Kommission, lizenziert unter Creative Commons BY 4.0 (Europäische Union). Enthält Informationen von Organen der Europäischen Union.
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