EU: Euro stärkt internationale Rolle im Jahr 2025
Die Europäische Zentralbank hat mitgeteilt, dass der Euro im Jahr 2025 etwa 20 % der internationalen Währungsnutzung ausmacht und damit seine Position als zweitwichtigste Weltwährung weiter festigt.
Wachstum der internationalen Schulden
Im selben Zeitraum stieg die Emission von Euro‑denominierten internationalen Schuldtiteln um rund 30 % gegenüber dem Vorjahr, was den höchsten Stand seit Einführung der Einheitswährung markiert. Gleichzeitig überholte der Euro erstmals den US‑Dollar als führende Währung im Markt für grüne und nachhaltige Anleihen.
Finanzielle Ströme und Marktbedingungen
Ausländische Portfolioströme in den Euroraum erreichten beinahe historische Höchstwerte. Parallel dazu erhöhten mehrere Zentralbanken ihre Goldbestände, während einige Länder alternative grenzüberschreitende Zahlungssysteme, auch auf digitaler Basis, ausbauen – ein Hinweis auf zunehmende Fragmentierung des internationalen Währungssystems.
Aussagen der EZB‑Führung
„Es gibt eine Chance für den Euro, seine globale Attraktivität zu steigern – vorausgesetzt, europäische Entscheidungsträger schaffen die notwendigen Rahmenbedingungen und setzen Worte in die Tat um“, erklärte EZB‑Präsidentin Christine Lagarde. Sie betonte, dass die drei Säulen wirtschaftliche Resilienz, rechtliche und institutionelle Integrität sowie geopolitische Glaubwürdigkeit gestärkt werden müssen.
„Die EZB verfolgt eine klare Strategie, um die Bereitstellung von Euro für Bürger, Finanzinstitute und den globalen Markt zu modernisieren“, ergänzte Piero Cipollone, Mitglied des EZB‑Vorstands. Er verwies auf das Ziel, den Euro als Stabilitätsanker in einer zunehmend digitalen Zahlungswelt zu erhalten.
Strategische MaĂźnahmen der EZB
Die Zentralbank unterstützt die internationale Rolle des Euro durch ihre Unabhängigkeit und das Preisstabilitätsmandat, die als Vertrauensanker gelten. Zudem stellt das Eurosystem digitale Zentralbankgeldlösungen bereit und bietet mit der erweiterten Repo‑Einrichtung (EUREP) globale Liquiditätsunterstützung für Zentralbanken.
Empfehlungen fĂĽr die Zukunft
Um den Euro zu einer wirklich globalen Währung zu entwickeln, fordert die EZB tiefere und liquidere Kapitalmärkte, den Abschluss einer ambitionierten Spar‑ und Investitionsunion sowie eine gemeinsame Finanzierung öffentlicher Güter, um einen sicheren Pool EU‑weiter Staatsanleihen zu schaffen. Die Aufrechterhaltung des Rechtsstaats wird als zentraler Faktor für das Vertrauen der Investoren hervorgehoben.
Ausblick
Die EZB sieht ein erhebliches Potenzial für den Euro, sofern die genannten Rahmenbedingungen umgesetzt werden. Ein stabiler, rechtlich abgesicherter und technologisch fortschrittlicher Euro könnte damit seine Stellung im internationalen Währungssystem weiter ausbauen.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von Europäische Zentralbank, lizenziert unter Creative Commons BY 4.0 (Europäische Union). Enthält Informationen von Organen der Europäischen Union.
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