In Dublin hat ein Vertreter der Eurogruppe, Kyriakos Pierrakakis, auf dem Eurofi Financial Forum die Notwendigkeit betont, die Bankenunion abzuschließen und Ersparnisse für Wachstum zu mobilisieren.
Bankenunion als Stabilitätsanker
Er verwies darauf, dass ein vollständiger Bankenunion‑Mechanismus, einschließlich gemeinsamer Einlagensicherung, das Vertrauen in das Finanzsystem stärken und die Kreditvergabe an Unternehmen erleichtern solle.
Sparpotenzial und Investitionen
Pierrakakis erklärte, dass die aktuelle Sparquote in der Eurozone ein ungenutztes Potenzial darstelle und dass gezielte Mobilisierung von privaten Ersparnissen Investitionen in Schlüsselbereiche wie Digitalisierung und grüne Technologien ermöglichen könne.
Regulatorische Dringlichkeit
Er kritisierte, dass Verzögerungen bei regulatorischen Reformen das Risiko erhöhen könnten, dass Kapital in weniger produktive Anlagen fließe, und forderte die Mitgliedstaaten auf, Reformschritte zu beschleunigen.
Koordination der Aufsichtsbehörden
Der Präsident wies zudem darauf hin, dass die Zusammenarbeit zwischen nationalen Aufsichtsbehörden und europäischen Institutionen entscheidend sei, um einheitliche Standards zu gewährleisten und Marktfragmentierung zu vermeiden.
Ausblick auf Wachstum
Abschließend betonte er, dass ein stabiler Finanzsektor ein zentraler Pfeiler für die wirtschaftliche Erholung nach der Pandemie sei und dass die EU‑Mitgliedstaaten gemeinsam Verantwortung übernehmen müssten, um das Wachstumspotenzial zu realisieren.
Vorgeschlagene Finanzinstrumente
Er stellte konkrete Maßnahmen vor, darunter die Einführung eines EU‑weit einheitlichen Sicherungsfonds und die Förderung von nachhaltigen Finanzprodukten, um Anleger anzuziehen.
Reaktionen aus der Finanzwelt
Die Rede wurde von Marktteilnehmern und Analysten aufmerksam verfolgt; mehrere Banken äußerten Unterstützung für die vorgeschlagenen Schritte, während einige Kritiker auf mögliche fiskalische Belastungen hinwiesen.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von Rat der Europäischen Union, lizenziert unter Creative Commons BY 4.0 (Europäische Union). Enthält Informationen von Organen der Europäischen Union.
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