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Eurozonen-Banken verschärfen Kreditstandards im ersten Quartal 2026
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AI GENERATED 28.04.2026 • 10:55 Wirtschaft und Finanzen

Eurozonen-Banken verschärfen Kreditstandards im ersten Quartal 2026

Die Europäische Zentralbank hat in ihrer April‑2026‑Umfrage festgestellt, dass im ersten Quartal 2026 ein erheblicher Netto‑Anstieg der Verschärfung von Kreditstandards bei Unternehmen (10 % der befragten Banken) sowie bei Konsumentenkrediten (15 %) zu verzeichnen war. Für Wohnungs‑kredite wurde eine geringere, aber dennoch positive Netto‑Verschärfung von 2 % gemeldet.

Entwicklung der Kreditstandards

Die Kreditstandards für Unternehmenskredite erreichten mit 10 % den höchsten Wert seit dem dritten Quartal 2023 und lagen über dem historischen Durchschnitt. Hauptgründe laut den befragten Banken waren erhöhte Risikowahrnehmungen, geringere Risikobereitschaft sowie geopolitische und energiebezogene Entwicklungen, die zusätzlichen Druck ausübten. Bei Konsumentenkrediten trugen neben den gestiegenen Risikowahrnehmungen auch ein stärkerer Wettbewerbsdruck eine leichte Entspannung bei, während die Gesamttendenz nach wie vor nach unten gerichtet war.

Ausblick fĂĽr das zweite Quartal

Für das zweite Quartal 2026 erwarten die Banken eine flächendeckende und deutlich stärkere Netto‑Verschärfung der Kreditstandards sowohl für Unternehmenskredite als auch für Wohnungs‑kredite. Auch Konsumentenkredite sollen weiter strenger bewertet werden, was auf anhaltende geopolitische Spannungen, steigende Energiepreise und höhere Refinanzierungskosten zurückgeführt wird.

Nachfrageentwicklung

Die Umfrage zeigte im ersten Quartal einen leichten Netto‑Rückgang der Nachfrage nach Unternehmenskrediten von –2 %, wobei die Nachfrage nach Investitionen in feste Anlagen zurückging, während die Nachfrage nach Lager‑ und Betriebskapital leicht zunahm, vor allem bei kleinen und mittleren Unternehmen. Die Nachfrage nach Wohnungs‑krediten blieb unverändert, während die Nachfrage nach Konsumentenkrediten um 11 % sank, getrieben von schwächerer Konsumausgaben‑bereitschaft und sinkendem Verbrauchervertrauen. Für das zweite Quartal prognostizieren die Banken weitere Rückgänge von –20 % bei Wohnungs‑krediten und –9 % bei Konsumentenkrediten.

Finanzierungsbedingungen und Marktzugang

Der Zugang zu Schuldverschreibungen, Geldmärkten und Verbriefungs­märkten verschlechterte sich im ersten Quartal 2026 deutlich, insbesondere bei kurz‑ und mittelfristigen Wertpapieren. Die Banken erwarten, dass sich diese Verschlechterungen in den kommenden drei Monaten fortsetzen, während die Bedingungen für Einlagen‑finanzierung weitgehend stabil blieben.

Rolle der Verbriefung

Fast die Hälfte der befragten Banken nutzt traditionelle oder synthetische Verbriefungen, wobei synthetische Risiko‑Transfer‑Modelle am häufigsten genannt werden. Hauptmotivation ist die Freisetzung von Kapital für neue Kredite, gefolgt von Verbesserungen der Liquiditätslage und des Risikomanagements. Private Investmentfonds, Versicherungs‑ und Pensionsgesellschaften kaufen am häufigsten verbriefte Kredite. Die Verbriefung trug im vergangenen Jahr vor allem zur Aufrechterhaltung des Kreditvolumens bei Unternehmen bei, während ihr Einfluss auf die Lockerung von Kreditstandards gering war.

Profitabilität und Zinswirkung

Die Banken gaben an, dass die Entscheidungen der EZB zu den Leitzinsen in den letzten sechs Monaten einen neutralen Effekt auf das Nettozinsergebnis hatten, da negative Margeneffekte durch positive Volumen‑effekte ausgeglichen wurden. Für die nächsten beiden Quartale wird ein stärkerer Margeneffekt und ein schwächerer Volumen‑effekt erwartet, was zu einem insgesamt positiven Einfluss auf die Rentabilität führen soll.

Methodik und Stichprobe

Die Befragung wurde zwischen dem 19. März und dem 7. April 2026 durchgeführt. Insgesamt 161 Banken aus dem Euroraum nahmen teil, was einer Rücklaufquote von 100 % entspricht. Die Ergebnisse spiegeln die Entwicklungen im Euroraum sowie in den vier größten Mitgliedsländern wider.

Dieser Bericht basiert auf Informationen von Europäische Zentralbank, lizenziert unter Creative Commons BY 4.0 (Europäische Union). Enthält Informationen von Organen der Europäischen Union.

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