In der östlichen Demokratischen Republik Kongo werden demobilisierte ehemalige Kämpfer eingesetzt, um im Rahmen einer Aufklärungskampagne die Verbreitung von Ebola zu verhindern, berichtet die UN am 15. August 2026.
Einbindung von Ex‑Kämpfern
In der Gemeinde Tchomia, Provinz Ituri, sind siebenundzwanzig ehemalige Kämpfer als Mobilisatoren aktiv. Sie patrouillieren auf dem zentralen Markt, im Stadtzentrum und an einer Tierfutterproduktionsanlage, um die Bevölkerung zu erreichen.
Die Mobilisatoren informieren über Verhaltensweisen, die das Infektionsrisiko senken, etwa regelmäßiges Händewaschen, das Erkennen von Symptomen und die umgehende Meldung verdächtiger Fälle an die Gesundheitsbehörden.
Ausmaß des Ausbruchs
Der aktuelle Ebola‑Ausbruch hat nach Angaben der Vereinten Nationen bereits 2.000 Todesopfer im ganzen Land gefordert. Der Erreger ist der Bundibugyo‑Stamm, für den bislang kein zugelassener Impfstoff verfügbar ist.
Die Eindämmung wird durch anhaltende Konflikte, schlechte Straßen und den eingeschränkten Zugang zu medizinischer Versorgung zusätzlich erschwert, wodurch die Ausbreitung des Virus begünstigt wird.
Stimmen aus der Region
„Die Idee ist, diese ehemaligen Kämpfer und die Gemeinschaft zu aktiven Teilnehmern im Kampf gegen Ebola zu machen“, erklärt Florent Nzama, Koordinator eines lokalen NGO‑Netzwerks.
Ein Vertreter von MONUSCO fügt hinzu, dass das Projekt gleichzeitig die öffentliche Gesundheit adressiere und zur Stabilisierung der Region beitrage, indem ehemalige Kampfträger in das zivile Leben integriert werden.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von Vereinte Nationen, lizenziert unter Public Data / Terms of Use (Attribution Required). Quelle unterliegt den Nutzungsbedingungen der jeweiligen internationalen Organisation.
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