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Experten fordern mehr Fördermittel für Bauinnovationen
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AI GENERATED 11.06.2026 • 15:35 Politik und Gesellschaft

Experten fordern mehr Fördermittel für Bauinnovationen

Deutschland: Mehr Fördermittel für Bauinnovation gefordert

Kernforderung

Am 11. Juni 2026 forderten Fachleute im Rahmen eines öffentlichen Fachgesprächs des Parlamentarischen Beirats für nachhaltige Entwicklung und Zukunftsfragen deutlich mehr finanzielle Mittel für Innovationen im Bauwesen, um den Klimawandel und die Ressourcenknappheit zu adressieren.

Aktuelle Situation im Bauwesen

Der Experte Professor Viktor Mechtcherine, Direktor des Instituts für Baustoffe an der Technischen Universität Dresden, erklärte, dass derzeit rund 80 % des gesamten Bauvolumens aus Beton bestehen. Er prognostizierte, dass sich die Bautätigkeit bis 2060 verdoppeln wird, wodurch das Bauwesen zu einem der Hauptverursacher von Treibhausgasemissionen und hohem Ressourcenverbrauch wird.

Projekt CARE und technologische Ziele

Im Projekt CARE wird ein Paradigmenwechsel hin zu klimaneutralen, mineralbasierten Alternativen zu Beton verfolgt. Dabei sollen COâ‚‚ und Abfallstoffe mittels Mikrochemie und erneuerbarer Energie zu neuen Baustoffen verarbeitet werden. Der Experte betonte, dass nicht nur das Material, sondern auch Konstruktion und Bemessung einer grundlegenden Revolution bedĂĽrfen.

Materialinnovationen

Zu den bereits gezeigten Fortschritten zählen der Vollwand‑3D‑Druck mit Beton und der Bau von Carbonbeton‑Strukturen. Carbonbeton biete laut Mechtcherine gegenüber herkömmlichem Stahlbeton Vorteile wie höhere Dauerhaftigkeit, lange Lebensdauer und korrosionsfreie Bewehrung, wodurch Materialeinsatz und Wartungsaufwand reduziert werden können.

Marktbedingungen und Förderprogramme

Die Bauunternehmerin Dagmar Fritz‑Kramer verwies auf die sehr starke und innovative Baustoffindustrie in Deutschland und betonte, dass neben Forschung auch schnellere Markteinführungen nötig seien. Seit 2023 ermögliche die KfW zinsvergünstigte Darlehen für nachhaltige Gebäude, die den Erhalt des QNG‑Siegel sowie die degressive Abschreibung im Mietwohnungsbau voraussetzen.

BĂĽrokratische HĂĽrden

Fritz‑Kramer kritisierte lange baurechtliche Zulassungsprozesse für neue Baumaterialien und das Fehlen gezielter Förderungen für recycelte und nachwachsende Baustoffe. Sie wies darauf hin, dass Recycling‑Beton etwa 15 % teurer sei als Primärrohstoff und deshalb kaum Marktzugang erhalte.

Appell an den Gesetzgeber

Der Bauunternehmer forderte die Abgeordneten auf, die kontinuierliche Weiterentwicklung zu unterstützen, das QNG‑Siegel beizubehalten und die degressive Abschreibung im nachhaltigen Mietwohnungsbau weiterzuführen, um keine Rückschritte zu riskieren.

Umsetzungspfade

Zur Realisierung der Forschung sollen verschiedene Plattformen aufgebaut werden, darunter Versuchsanlagen, digitale Entwicklungsumgebungen und Demonstrationsprojekte, die den Wissenstransfer in die Praxis beschleunigen.

Bedeutung fĂĽr die Zukunft

Insgesamt betonten die Experten, dass ein signifikanter Anstieg der Forschungsinvestitionen im Bauwesen notwendig sei, um die angestrebten klimaneutralen und ressourceneffizienten Ziele zu erreichen.Dieser Bericht basiert auf Informationen von Deutscher Bundestag, lizenziert unter Amtliches Werk gem. § 5 UrhG (Deutschland).

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