Am 14. Oktober 2026 entwickelte sich aus den Resten des Atlantikhurrikans Isaias ein extratropisches Tiefdruckgebiet, das über Island zog und dabei außergewöhnlich niedrigen Luftdruck erreichte.
Entstehung des Sturms
Nachdem Isaias am 9. Oktober als Kategorie‑2‑Hurrikan an der Florida‑Küste landete, wurde das System vom Jetstream nach Osten über den Nordatlantik getragen. Dort verwandelte es sich in ein starkes Tiefdruckgebiet, das typische Merkmale eines extratropischen Zyklons aufwies.
Messungen und Beobachtungen
Das VIIRS‑Instrument (Visible Infrared Imaging Radiometer Suite) an Bord des NOAA‑21‑Satelliten erfasste ein Bild des Sturms, während der Luftdruck innerhalb von 24 Stunden um mehr als 50 Hektopascal sank – das Doppelte der Schwelle für explosive Zyklogenbildung (Bombogenese). Laut Berichten könnte damit ein neuer Oktober‑Rekord für den barometrischen Druck in Island nach Korrektur auf Meereshöhe seit 1963 aufgestellt worden sein.
Auswirkungen in Island
Das Tiefdruckgebiet brachte heftige Winde nach Island. In der Nähe des Vulkans Eyjafjallajökull wurde ein Windstoß von 205 km/h (128 mph) gemessen, während auf einer kleinen Insel vor der Küste anhaltende Winde von 150 km/h (93 mph) registriert wurden. In nördlichen Regionen des Landes begannen zudem Schneeregen und Schneefall.
Weiterer Verlauf nach Schottland
Auf dem weiteren Weg erreichte das System den Nordwesten Schottlands, wo am 14. Oktober Windböen von bis zu 90 km/h (55 mph) gemeldet wurden. Die starken Winde führten zu Ausfällen mehrerer Fährverbindungen.
Bedeutung für die Wissenschaft
Der extrem schnelle Druckabfall und die rekordverdächtigen Messwerte bieten Forschern wertvolle Daten zur Dynamik von bombogenetischen Zyklonen im mittleren Breitengrad. Das Ereignis unterstützt die Analyse von Wechselwirkungen zwischen tropischen Resten und extratropischen Wettersystemen.
Ausblick
Weitere Beobachtungen und Modellierungen sollen klären, wie häufig solche intensiven Umwandlungen künftig auftreten und welche Auswirkungen sie auf das Wetter in Europa haben könnten.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von NASA, lizenziert unter Public Domain (U.S. Government Work).
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