Eine systematische Übersichtsarbeit hat Faktoren identifiziert, die die Resilienz von Eltern von Kindern mit Autismus‑Spektrum‑Störung (ASD) beeinflussen. Die Analyse umfasste Studien, die zwischen Januar 2019 und Mai 2025 veröffentlicht wurden, und richtete sich auf Eltern von Kindern unter 18 Jahren.
Die Forscher folgten den PRISMA‑2020‑Richtlinien, suchten in den Datenbanken Web of Science, Scopus und PubMed und kombinierten vordefinierte Suchbegriffe mit booleschen Operatoren. Eingeschlossen wurden Studien, die Zusammenhänge zwischen möglichen Einflussfaktoren und der elterlichen Resilienz untersuchten.
Von den gefundenen Arbeiten erfĂĽllten 13 die Einschlusskriterien und wurden in die Synthese aufgenommen. Die meisten dieser Studien waren querschnittlich angelegt und nutzten unterschiedliche Messinstrumente zur Erfassung von Resilienz.
Zur Bewertung der methodischen Qualität kam das Mixed Methods Appraisal Tool (MMAT) 2018 zum Einsatz. Die meisten eingeschlossenen Studien erreichten moderate Qualitätsbewertungen, wobei die Heterogenität der Messinstrumente die Vergleichbarkeit einschränkte.
Die Analyse ergab fünf zentrale Themen, die als Determinanten der elterlichen Resilienz gelten: soziodemografische und ökonomische Faktoren; kindbezogene Merkmale; elterliches Wohlbefinden und Belastung; psychologische Faktoren und Bewältigungsstile; sowie soziale Unterstützung und familiäre Beziehungen.
Soziodemografische und ökonomische Faktoren
Ein höheres Bildungsniveau, ein stabiles Einkommen und ein verheirateter Familienstand wurden häufig mit einer stärkeren Resilienz in Verbindung gebracht. Finanzielle Sicherheit schuf laut den Studien ein Umfeld, in dem Eltern besser mit den Anforderungen der Pflege umgehen konnten.
Kindbezogene Merkmale
Die Schwere der ASD‑Symptome, das Vorhandensein von Begleiterkrankungen und das Alter des Kindes beeinflussten die elterliche Resilienz. Eltern von jüngeren Kindern oder von Kindern mit weniger ausgeprägten Verhaltensauffälligkeiten berichteten tendenziell von höherer Anpassungsfähigkeit.
Elterliches Wohlbefinden und Belastung
Stress, depressive Symptome und das subjektive Wohlbefinden der Eltern standen in engem Zusammenhang mit ihrer Resilienz. Studien zeigten, dass ein geringeres Belastungsniveau die Fähigkeit zur Bewältigung stärkte.
Psychologische Faktoren und Bewältigungsstile
Positive Selbstwahrnehmung, Optimismus und aktive Bewältigungsstrategien wurden als förderlich für die Resilienz identifiziert. Passive oder vermeidende Strategien standen hingegen mit geringerer Anpassungsfähigkeit assoziiert.
Soziale Unterstützung und familiäre Beziehungen
Ein starkes Netzwerk aus Familie, Freunden und professionellen Diensten erhöhte die Resilienz der Eltern. Der Austausch mit anderen betroffenen Familien und der Zugang zu spezialisierten Unterstützungsangeboten wurden als besonders wirksam beschrieben.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von PLOS ONE, lizenziert unter Creative Commons BY 4.0 (Open Access). Wissenschaftliche Inhalte, offen zugänglich.
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