Erste Sichtung im Westen Irans
Ein invasiver Schädling wurde in der Provinz Lorestan im Westen Irans nachgewiesen. Die Entdeckung erfolgte durch ein Forschungsteam der Lorestan University, das genetische Tests an Larven aus Maisfeldern durchführte.
Auswirkungen auf Mais
Der Fallwurmartiger befällt über 80 Pflanzenarten, wobei Mais am stärksten betroffen ist. Laut der landwirtschaftlichen Forschungsorganisation CABI können Erträge um bis zu 60 % sinken.
Konfliktbedingte Hindernisse
Forscher Asadollah Hosseini‑Chegeni weist darauf hin, dass die anhaltenden Kampfhandlungen im Nahen Osten die Überwachung und schnelle Intervention erschweren. Unterbrochene See- und Luftwege im Golf könnten die Versorgung mit Pflanzenschutzmitteln behindern.
Bestätigung durch Studie
Eine im Juni erscheinende Studie im Fachjournal Asia Pacific Entomology bestätigte die Präsenz des Schädlings in Lorestan. Daten zu tatsächlichen Ernteverlusten liegen jedoch noch nicht vor.
Empfohlene GegenmaĂźnahmen
Abdul Rehman, stellvertretender Direktor von CABI, empfiehlt den Einsatz von Biopestiziden wie Bacillus thuringiensis und Neem‑Extrakt. Frühzeitige Feldbeobachtungen und Schulungen für Landwirte seien entscheidend.
Risiko einer Ausbreitung
Prognosen zeigen, dass in den warmen, bewässerten Anbaugebieten im Südwesten Irans, etwa in der Provinz Khuzestan, Verluste von 20‑40 % auftreten könnten. Das Insekt weist zudem eine genetische Linie auf, die Reis befällt, wodurch die rund 730 000 Hektar Reisfelder gefährdet sein könnten.
Regionale Einschätzung
Thaer Yasseen von der FAO betont, dass das Risiko zwar nicht als panisch eingestuft wird, jedoch vorhandene Frühwarnsysteme und Erfahrung im Umgang mit dem Schädling die Auswirkungen begrenzen können.
Langfristige Perspektive
Chegeni warnt, dass der Klimawandel die für das Insekt geeigneten Temperaturen verbreitern könnte, wodurch ein dauerhafter Befall im Nahen Osten wahrscheinlicher wird.
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