FAO startet dreijährigen Plan zum Schutz der ukrainischen Agrarregion
Kerninformationen
Die Ernährungs‑ und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) hat einen dreijährigen Notfall‑ und Früh‑Erholungsplan für die Ukraine vorgestellt. Ziel des Plans ist es, landwirtschaftliche Existenzgrundlagen zu sichern, die Produktion wieder anzukurbeln und die gesamte Agrar‑ und Ernährungskette resilienter zu machen.
Planinhalte
Der Plan verbindet sofortige Nothilfe mit Maßnahmen zur frühen Erholung und zum langfristigen Wiederaufbau. Schwerpunkte liegen auf dem Schutz der Nahrungsmittelproduktion für gefährdete ländliche Familien und Kleinbauern, der Wiederherstellung von landwirtschaftlichen Flächen, der Steigerung der Kernproduktion sowie der Förderung marktorientierter und klimaresistenter Anbaumethoden.
Aussage der FAO‑Leitung
„Ukraines ländliche Gemeinschaften können sich keinen Stillstand zwischen Nothilfe und Erholung leisten“, erklärte Shakhnoza Muminova, Leiter der FAO in der Ukraine. „Der Plan soll diese Lücke schließen – die Existenzgrundlagen jetzt schützen, den sicheren Zugang zu Land wiederherstellen und den Bauern und ländlichen Familien beim Wiederaufbau der Produktion unterstützen.“
Finanzierung
Das aktuelle Portfolio der FAO in der Ukraine beläuft sich auf 25,9 Millionen US‑Dollar, wobei der Großteil in Nothilfe und frühe Erholung fließt. Die Organisation warnt jedoch, dass zusätzliche Mittel erforderlich sind, um weitere Verluste zu verhindern und die Erholungsmaßnahmen langfristig zu sichern.
Fokus auf Frontregionen
Besondere Aufmerksamkeit wird den Frontregionen, Frauen, Jugendlichen, Binnenvertriebenen und Rückkehrern sowie Flächen gewidmet, die durch explosive Rückstände wie Landminen beschädigt wurden. Diese Zielgruppen sollen gezielt unterstützt werden, um die landwirtschaftliche Produktion schnell wieder aufzunehmen.
Sicherheitslage
Laut dem Büro der Vereinten Nationen für die Koordination humanitärer Angelegenheiten (OCHA) kam es kürzlich zu einem Angriff, bei dem ein älterer Zivilist getötet und zwei weitere verletzt wurden, während sie auf eine Lebensmittelverteilung warteten. Matthias Schmale, humanitärer Koordinator für die Ukraine, bezeichnete den Vorfall als „unhaltbar“ und betonte die anhaltende Gefahr für Zivilisten bei humanitären Einsätzen.
Ausblick
Die FAO betont, dass kontinuierliche und vorhersehbare Unterstützung entscheidend sei, um tiefere Verluste zu verhindern und die Wiederaufbaumaßnahmen über die Zeit hinweg zu erhalten. Weitere Mittel und internationale Kooperationen werden als notwendig erachtet, um die Ziele des Plans zu realisieren.Dieser Bericht basiert auf Informationen von Vereinte Nationen, lizenziert unter Public Data / Terms of Use (Attribution Required). Quelle unterliegt den Nutzungsbedingungen der jeweiligen internationalen Organisation.
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