Eine Analyse von Daten aus der Pakistan Demographic and Health Survey 2017‑18 zeigt, dass persönliche Fertilitätspräferenzen und die Interaktion mit dem Gesundheitssystem deutlich stärkere Assoziationen mit der Nutzung von Verhütungsmitteln aufweisen als die im Health‑Belief‑Model (HBM) gemessenen Gesundheitsüberzeugungen.
Hintergrund
Ungeplante Schwangerschaften stellen in Pakistan ein bedeutendes Problem für die öffentliche Gesundheit dar. Bisherige Studien konzentrierten sich vorwiegend auf demografische und zugangsbezogene Determinanten, während die Rolle von Gesundheitsüberzeugungen im reproduktiven Kontext weniger beleuchtet wurde.
Methodik
Forscher nutzten die PDHS‑Daten von 14.494 derzeit verheirateten Frauen im Alter von 15 bis 49 Jahren. Mit Partial‑Least‑Squares‑Strukturgleichungsmodellierung (PLS‑SEM) wurden Zusammenhänge zwischen HBM‑Konstrukten (wahrgenommene Bedrohung, wahrgenommener Nutzen) und der aktuellen Verhütungsnutzung geschätzt. Drei Modellvarianten wurden berechnet: ein Basis‑HBM‑Modell, ein Modell mit demografischen und sozioökonomischen Kontrollvariablen sowie ein erweitertes Modell, das Fertilitätspräferenzen und Partner‑Faktoren integrierte.
Ergebnisse
Im Basis‑HBM‑Modell waren sowohl wahrgenommene Bedrohung (β = 0,045; 95 % CI = 0,029‑0,061) als auch wahrgenommener Nutzen (β = 0,018; 95 % CI = 0,002‑0,038) positiv, jedoch mit kleinen Effektgrößen, mit der Verhütungsnutzung assoziiert. Die Interaktion mit dem Gesundheitssystem erwies sich durchweg als stärkerer Prädiktor (β = 0,079; 95 % CI = 0,063‑0,096). Im erweiterten Modell dominierten Fertilitätsvariablen: Wunsch nach Geburtenabstand (β = 0,501; 95 % CI = 0,451‑0,550) und Schwangerschaftsabsicht (β = ‑0,298; 95 % CI = ‑0,349‑‑0,245). Weitere signifikante Faktoren waren Geburten in den letzten fünf Jahren (β = 0,096) sowie die Präferenz des Ehemannes (β = ‑0,090). Die erklärende Kraft des Modells stieg von R² = 0,032 im Basis‑Modell auf R² = 0,138 im erweiterten Modell.
Schlussfolgerungen</h3
Ende der Uebertragung