Stärkere Integration in Schuld‑ und Geldmärkten
In den Schuld‑ und Geldmärkten ist die grenzüberschreitende Aktivität besonders stark gewachsen. Die Bestände an grenzüberschreitenden Schuldverschreibungen, einschließlich Staatsanleihen, haben zugenommen, und das Interbankengeschäft ist aktiver geworden, weil überschüssige Liquidität neu verteilt wird.
Rolle nicht‑bankender Finanzinstitute
Nicht‑bankende Finanzinstitute haben die Finanzierungskanäle weiter diversifiziert und das Risiko‑Sharing zwischen den Ländern verstärkt. Die verbesserten Konsum‑Risiko‑Sharing‑Indikatoren deuten darauf hin, dass das Finanzsystem besser auf ökonomische Schocks reagieren kann.
Herausforderungen im Aktienmarkt
Trotz dieser Fortschritte bleibt die Integration der Aktienmärkte rückläufig. Die grenzüberschreitenden Aktieninvestitionen stagnieren und die Direktinvestitionen aus dem Euroraum sind historisch niedrig. Haushalte halten weiterhin einen großen Teil ihrer Ersparnisse in niedrig verzinsten Einlagen, während ein erheblicher Teil der Aktienanlagen außerhalb der EU fließt.
Auswirkungen auf Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit
Die anhaltende Fragmentierung behindert die Allokation von Ersparnissen zu produktiven Investitionen und schwächt langfristig die Wettbewerbsfähigkeit. Der Bericht betont die Notwendigkeit, die Integration, Skalierung und Effizienz des Binnenmarktes zu vertiefen, um das Potenzial des Finanzsektors voll auszuschöpfen.
Weiteres Vorgehen
Das Personal der Europäischen Zentralbank wird die Ergebnisse auf der hochrangigen Konferenz zur europäischen Finanzintegration am 7. Mai 2026 vorstellen. Für Medienanfragen steht Esther Tejedor zur Verfügung. Dieser Bericht basiert auf Informationen von Europäische Zentralbank, lizenziert unter Creative Commons BY 4.0 (Europäische Union). Enthält Informationen von Organen der Europäischen Union.
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