Der Start des FLEX‑Satelliten, der die Gesundheit der Vegetation überwacht, rückt näher, nachdem das Fahrzeug am Spaceport in Kourou, Französisch‑Guayana, mit Treibstoff befüllt wurde. Der Start ist für den 15. September um 03:21 CEST (22:21 lokale Zeit am Vortag) vorgesehen.
Betankung und Sicherheitsverfahren
Im Rahmen des Betankungsprozesses wurden 30 kg hochentzündlicher Treibstoff in die Tanks des Satelliten gefüllt. Die Aktion erfolgte unter streng kontrollierten Sicherheitsmaßnahmen, die von einem spezialisierten Team von Ingenieuren und Techniker durchgeführt wurden.
Instrument und Messprinzip
Der Satellit ist mit einem Fluoreszenz‑Imaging‑Spektrometer ausgestattet, das das schwache Leuchten von Pflanzenfluoreszenz erfasst, das während der Fotosynthese entsteht. Diese Messungen ermöglichen die Erstellung globaler Karten der Pflanzenfluoreszenz mit einer räumlichen Auflösung von 300 m × 300 m.
Zusammenarbeit mit Sentinel‑Satelliten
Gemeinsam mit den Sentinel‑3‑Satelliten wird FLEX ergänzende Daten zu Wolken, Aerosolen und Wasser‑Vapor liefern. Die Kombination der Messungen schafft ein umfassendes Bild von Vegetationszustand, Oberflächentemperatur und Landbedeckung.
Start und Missionsdauer
Der Satellit wird zusammen mit Sentinel‑3C an Bord einer Vega‑C‑Rakete in den Orbit gebracht. Die Mission ist für mindestens 3,5 Jahre ausgelegt und soll mindestens drei saisonale Vegetationszyklen auf beiden Hemisphären beobachten.
Aussage des ESA‑Launch‑Campaign‑Managers
Frank de Bruin, ESA‑Launch‑Campaign‑Manager für FLEX, erklärte: „Die Vorbereitungen für den Start verlaufen sehr gut. Nach dem Betanken ist FLEX vollständig bereit. Der nächste Schritt besteht darin, den Satelliten am Trägeradapter zu befestigen und ihn in das Abschussgehäuse der Vega‑C‑Rakete zu integrieren.“
Bedeutung für das Verständnis des Kohlenstoffkreislaufs
Durch die Messung von Pflanzenfluoreszenz liefert FLEX neue Erkenntnisse darüber, wie Kohlenstoff zwischen Pflanzen und Atmosphäre ausgetauscht wird und wie Fotosynthese die Kohlenstoff‑ und Wasserkreisläufe beeinflusst. Die Daten sollen Forschungslücken schließen, die bei der Bewertung von Dürre‑ und Hitzestress bestehen.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von European Space Agency, lizenziert unter Quelle beachten. Lizenzangabe konnte nicht eindeutig zugeordnet werden.
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