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Formale und informelle Informationsquellen prägen Risiko­wahrnehmung und Schutzverhalten in den USA
AI GENERATED 27.06.2026 01:15 Wissenschaft und Forschung

Formale und informelle Informationsquellen prägen Risiko­wahrnehmung und Schutzverhalten in den USA

USA: Formale und informelle Informationsquellen prägen Risiko­wahrnehmung und Schutzverhalten in den USAEine Sekundäranalyse von Daten einer Querschnittsbefragung mit 742 US‑Erwachsenen zeigt, dass die Nutzung formaler Informationskanäle – etwa…

USA: Formale und informelle Informationsquellen prägen Risiko­wahrnehmung und Schutzverhalten in den USA

Eine Sekundäranalyse von Daten einer Querschnittsbefragung mit 742 US‑Erwachsenen zeigt, dass die Nutzung formaler Informationskanäle – etwa Regierungswebsites und etablierte Nachrichten – mit einer höheren Wahrnehmung der Schwere von COVID‑19, geringerer Akzeptanz von Verschwörungstheorien und einer liberaleren politischen Orientierung verbunden ist; diese Faktoren steigern sowohl die Absicht, Masken zu tragen, als auch die Impfbereitschaft.

Studienaufbau

Die Forschenden Jiadong Yu, D.A. Bekerian und Radhika Khandelwal werteten vorhandene Umfragedaten aus, die im Zuge der Pandemie erhoben wurden. Die Stichprobe umfasste 742 erwachsene Personen aus den Vereinigten Staaten, die Angaben zu ihren bevorzugten Informationsquellen, ihrer Risiko­wahrnehmung, politischen Einstellungen und Schutzabsichten machten.

Ergebnisse zu formalen Quellen

Die Auswertung mittels Strukturgleichungsmodellierung ergab, dass die Reliance auf formale Quellen positiv mit der Einschätzung der Erkrankungsschwere korrelierte. Gleichzeitig nahm die Zustimmung zu Verschwörungstheorien ab und die politische Orientierung verschob sich nach links. Diese Kombination führte zu einer höheren Bereitschaft, Masken zu tragen, und zu einer stärkeren Impfabsicht.

Ergebnisse zu informellen Quellen

Im Gegensatz dazu war die Nutzung informeller Kanäle – darunter soziale Medien und persönliche Netzwerke – mit einer geringeren Einschätzung der Schwere, einer erhöhten Akzeptanz von Verschwörungstheorien und einer konservativeren politischen Orientierung verknüpft. Diese Faktoren reduzierten die Bereitschaft zu maskenbasierten Schutzmaßnahmen und zur Impfung.

Vermittlerfunktion der Risiko­wahrnehmung

Die wahrgenommene Schwere der Erkrankung fungierte als zentraler Mediator: Sie förderte direkt das Tragen von Masken und wirkte indirekt über die Reduktion von Verschwörungsglauben auf die Impfabsicht.

Einfluss politischer Ideologie und Verschwörungsglaube

Politische Ideologie und Verschwörungsglaube stellten eigenständige Prädiktoren für die Impfabsicht dar. Liberale Einstellungen und geringere Verschwörungsüberzeugungen erhöhten die Impfbereitschaft, während konservative Einstellungen und höhere Verschwörungsglauben sie minderten.

Gemeinsame Ausrichtung auf Schutzmaßnahmen

Masken‑ und Impfabsichten zeigten eine starke Korrelation, was auf eine generelle Orientierung hinweist, die Schutzverhalten umfassend unterstützt.

Implikationen für die Krisenkommunikation

Die Ergebnisse betonen, dass sowohl formale als auch informelle Informationsumgebungen zentrale Determinanten für gesundheitsbezogenes Verhalten darstellen. Effektive Krisenkommunikation muss daher beide Kanäle adressieren, um die öffentliche Compliance in gegenwärtigen und zukünftigen Gesundheitskrisen zu stärken.

Dieser Bericht basiert auf Informationen von PLoS ONE, lizenziert unter Creative Commons BY 4.0 (Open Access). Wissenschaftliche Inhalte, offen zugänglich.

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