Forscher identifizieren nichtlineare Treiber der Populationdynamik von Capelin und Atlantik-Kabeljau
Kanada: Forschung zu Fischbeständen
Die Meeresökosysteme der Welt stehen vor großen Herausforderungen, insbesondere durch den Klimawandel und Überfischung. Ein Forschungsteam hat nun eine Studie veröffentlicht, in der sie die nichtlinearen Treiber der Populationdynamik von Capelin und Atlantik-Kabeljau untersucht haben.
Hintergrund
Capelin und Atlantik-Kabeljau waren einst dominierende Arten in den Meeresökosystemen der Newfoundland-Schelfregion. Doch in den frühen 1990er Jahren brachen ihre Bestände zusammen, was zu einer Veränderung des gesamten Ökosystems führte. Die Forscher wollten nun herausfinden, welche Faktoren diese Veränderungen beeinflusst haben und wie sie sich in Zukunft entwickeln könnten.
Methoden und Ergebnisse
Das Forschungsteam verwendete eine Kombination aus empirischer dynamischer Modellierung (EDM) und Szenario-Exploration, um die nichtlinearen Beziehungen zwischen verschiedenen Umweltfaktoren und der Populationdynamik von Capelin und Atlantik-Kabeljau zu untersuchen. Sie fanden heraus, dass langfristige Klimaveränderungen der stärkste Treiber für die Biomasse beider Arten sind, wobei wärmere Temperaturen in naher Zukunft zu einer Zunahme der Biomasse führen könnten.
Schlußfolgerungen
Die Studie zeigt, dass EDM-Szenario-Exploration ein wirksames Tool für die Identifizierung von Treibern der Populationdynamik von Arten sein kann und wie sie auf Umwelt- und ökologische Veränderungen reagieren. Die Ergebnisse dieser Studie können für die Entwicklung von Strategien zur nachhaltigen Bewirtschaftung von Fischbeständen und zum Schutz der Meeresökosysteme verwendet werden.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von PLOS ONE, lizenziert unter Creative Commons BY 4.0 (PLOS ONE).
Ende der Übertragung
