Hintergrund zu Nachtleuchtwolken
Nachtleuchtwolken (noctilucent clouds, NLC) erscheinen häufig in großer Höhe und reflektieren das Sonnenlicht nach Sonnenuntergang. Da sie sich optisch mit niedrigeren Wolkenarten überschneiden, mussten Projektleiter bislang jede Einsendung manuell prüfen.
Entwicklung des KI‑Tools
Chandra kontaktierte die Space‑Cloud‑Watch‑Wissenschaftler Dr. Chihoko Cullens und Dr. Brentha Thurairajah. Gemeinsam entwickelten sie eine Pipeline, die Bildvor‑filterung, Klassifizierung und eine vertrauensbasierte Weiterleitungslogik kombiniert. Das System wurde mit einer breiten Bilddatenbank aus NLC‑ und Nicht‑NLC‑Beispielen trainiert.
Nach mehreren Test‑ und Optimierungsphasen stellte Chandra das fertige Tool den Projektteilnehmern zur Verfügung. Es ermöglicht Nutzern, ihre Aufnahmen vor dem Hochladen selbst zu prüfen, während Wissenschaftler automatisch markierte Bilder für die weitere Analyse erhalten.
Einsatz und Nutzen
Der automatisierte Vorgang reduziert den manuellen Aufwand der Projektleiter, erhöht die Datenqualität und senkt die Einstiegshürde für neue Beobachter. Freiwillige können nun sicherer entscheiden, ob ihre Aufnahme eine Nachtleuchtwolke zeigt.
Interessierte Beobachter werden aufgefordert, Kameras zu nutzen und bei Dämmerung oder Morgengrauen Aufnahmen zu machen, um das Projekt zu unterstützen.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von NASA, lizenziert unter Public Domain (U.S. Government Work).
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