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Freizeiteinrichtungen gelten als Wirtschaftsmotor für den ländlichen Raum – Anhörung des Ausschusses für Tourismus
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AI GENERATED 06.05.2026 • 19:05 Wirtschaft und Finanzen

Freizeiteinrichtungen gelten als Wirtschaftsmotor für den ländlichen Raum – Anhörung des Ausschusses für Tourismus

Deutschland: Freizeiteinrichtungen gelten als Wirtschaftsmotor für den ländlichen Raum – Anhörung des Ausschusses für Tourismus

Der Ausschuss für Tourismus des Deutschen Bundestages hat in einer öffentlichen Anhörung am 06.05.2026 die zentrale Rolle von Freizeiteinrichtungen wie Freizeit‑ und Vergnügungsparks, Zoos und Musikfestivals für die ländliche Wirtschaft betont. Unter Leitung der Vorsitzenden Anja Karliczek (CDU) wurden Potenziale für Tourismus und Standortentwicklung erörtert.

Bedeutung von Freizeiteinrichtungen

Manuela Stone, Geschäftsführerin des LEGOLAND Deutschland Resort und Vizepräsidentin im Verband Deutscher Freizeitparks und Freizeitunternehmen, bezeichnete die Branche als „tragende Säule des Deutschlandtourismus“. Laut ihrer Angabe verzeichnen Freizeitparks jährlich rund 78 Millionen Besucher und fungieren gleichzeitig als touristische Angebote, Arbeitgeber, Investoren und regionale Impulsgeber.

Steuerliche und bĂĽrokratische HĂĽrden

Stone kritisierte die umsatzsteuerliche Behandlung: Während Zoos, Bäder oder Volksfeste von einem ermäßigten Mehrwertsteuersatz profitieren, werden Vergnügungsparks mit dem vollen Regelsatz besteuert. Zusätzlich belasten komplexe Nachweis‑ und Dokumentationspflichten, langwierige Genehmigungsverfahren sowie unklare Zuständigkeiten die Betriebe.

Vorschläge zur Entlastung

Zur Reaktion auf Besucher­spitzen an Wochenenden schlug Stone eine Flexibilisierung des Arbeitszeitgesetzes vor. Ali Doğan, Landrat des Kreises Minden‑Lübbecke und Aufsichtsratsmitglied von Tourismus NRW, unterstützte die Idee und forderte zudem eine Senkung der Umsatzsteuer auf Eintrittspreise. Beide wiesen auf notwendige Anpassungen im Immissions‑ und Arbeitsrecht hin, um den Besonderheiten der Freizeitwirtschaft gerecht zu werden.

Regionale Beispiele

Doğan hob den familiengeführten Potts Park hervor, der jährlich rund 300 000 Besucher anzieht und damit Arbeitsplätze sowie die Gastronomie und Hotellerie stärkt. Er betonte, dass kostengünstige Freizeitangebote zunehmend als „Urlaubsersatz“ fungieren, weil internationale Reisen für viele Haushalte wegen steigender Lebenshaltungskosten weniger erschwinglich seien.

Fahrradtourismus als Ergänzung

Mandy Schwalbe‑Rosenow vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad‑Club erklärte, dass gut angebundene Freizeiteinrichtungen von Radwegen profitieren. Sichere Abstellmöglichkeiten, Ladestationen und thematische Angebote würden den Fahrrad‑tourismus stärken, die regionale Wirtschaft beleben und gleichzeitig zur Klimaschutz‑ und Verkehrswende beitragen.

Kulturelle Veranstaltungen

Nelly Welskop von der Bundesstiftung LiveKultur beschrieb Musikfestivals als bedeutende Wirtschaftstreiber. Sie seien nicht nur Kulturorte, sondern auch Impulsgeber für Beherbergungsbetriebe, Gastronomie, Mobilität, Einzelhandel sowie zahlreiche Zuliefer‑ und Dienstleistungsbranchen.

Zoo Leipzig als Modell

Jörg Junhold, Direktor und Geschäftsführer des Leipziger Zoos, präsentierte das Konzept „Zoo der Zukunft“. Mit rund 1,7 Millionen Gästen jährlich sei der Zoo Leipzig die besucherstärkste Kultur‑ und Bildungseinrichtung in Mitteldeutschland und generiere etwa 357 000 zusätzliche Übernachtungen, da 70 % der Besucher von außerhalb kommen.

Ausblick des Ausschusses

Der Ausschuss forderte koordinierte politische Maßnahmen, um steuerliche Belastungen zu reduzieren, bürokratische Prozesse zu vereinfachen und rechtliche Rahmenbedingungen an die spezifischen Anforderungen der Freizeitwirtschaft anzupassen. Ziel sei, die Wettbewerbsfähigkeit ländlicher Regionen zu sichern und die lokale Wertschöpfung zu stärken.

Dieser Bericht basiert auf Informationen von Deutscher Bundestag, lizenziert unter Amtliches Werk gem. § 5 UrhG (Deutschland).

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