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AI GENERATED 31.12.2025 • 22:05 Wissenschaft & Forschung

Frühe Veränderungen der weißen Substanz bei Brustkrebspatienten nach Chemotherapie

Eine prospektive Studie untersuchte bei vierundzwanzig Brustkrebspatienten die Auswirkungen einer Chemotherapie auf die Mikrostruktur der weißen Substanz im Gehirn. Messungen wurden unmittelbar vor Beginn der Therapie (Zeitpunkt 0, T0) und innerhalb einer Woche nach Abschluss (Zeitpunkt 1, T1) durchgeführt.

Studienziel und Design

Das Ziel bestand darin, Veränderungen der weißen Substanz mittels automatisierter Faserquantifizierung (AFQ) zu erfassen und mögliche Zusammenhänge mit neuropsychologischen, psychometrischen und hämatologischen Parametern zu prüfen.

Methodik

Jeder Patient erhielt Diffusions‑Tensor‑Imaging (DTI), eine Reihe standardisierter neuropsychologischer Tests, Selbstbewertungsfragebögen zum Angst‑ (SAS) und Depressionsniveau (SDS) sowie Blutuntersuchungen. AFQ verfolgte zwanzig zentrale Fasertrakte im Gehirn.

Kognitive und psychische Befunde

Im Vergleich zu T0 zeigte sich bei T1 ein signifikanter Rückgang der Punktzahl im verbalen Fluenztest, während die Werte im SAS und SDS anstiegen, was auf erhöhte Angst‑ und Depressionssymptome hinweist.

Hormonelle und metabolische Befunde

Blutanalysen ergaben einen Rückgang des Östrogenspiegels, gleichzeitig stiegen die Konzentrationen von luteinisierendem Hormon (LH), follikelstimulierendem Hormon (FSH) und Triglyceriden.

Bildgebende Ergebnisse

Die mittlere fraktionelle Anisotropie (FA) verringerte sich im rechten cingulären Gyrus (CGC), während die radiale Diffusivität (RD) dort anstieg. Zusätzlich nahm die axiale Diffusivität (AD) in den Forceps major und minor des Corpus callosum ab.

Zusammenhänge zwischen Bildgebung und klinischen Parametern

Die Veränderung der FA im rechten CGC korrelierte positiv mit den Änderungen im SDS und LH, wohingegen die Veränderung der RD im gleichen Gebiet negativ mit SDS und LH zusammenhing.

Implikationen

Die frühen bildgebenden Veränderungen zusammen mit anhaltenden hormonellen und lipidbezogenen Dysbalancen könnten als neurobiologische Marker zur Überwachung von durch die Chemotherapie ausgelösten kognitiven Beeinträchtigungen dienen.

Dieser Bericht basiert auf Informationen von PLOS ONE, lizenziert unter Creative Commons BY 4.0 (Open Access). Wissenschaftliche Inhalte, offen zugänglich.

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