Sonstige: Fünf afrikanische Länder schließen Polioausbrüche
Die WHO‑Region Afrika hat bestätigt, dass die Übertragung des Poliovirus‑Typs 2 in Burundi, Ghana, Guinea‑Bissau, der Republik Kongo und Uganda erfolgreich unterbrochen wurde. Die Entscheidung beruht auf unabhängigen Bewertungen, die zwischen Januar und Juni 2026 durchgeführt wurden.
Unabhängige Bewertung
Das Independent Outbreak Response Assessment (OBRA) prüfte dabei die Krankheitsüberwachung, Labordaten und epidemiologische Informationen. Nach Abschluss der Analysen erklärte das WHO‑Regionalbüro für Afrika die Ausbrüche als beendet.
Landesspezifische Maßnahmen
In der Republik Kongo wurden nach den ersten Virusnachweisen im Dezember 2023 umfassende Impfkampagnen und verstärkte Überwachung umgesetzt. Burundi intensivierte seit März 2023 die Routineimpfung und baute das Umweltsurveillance‑Netz aus. Uganda steigerte nach einer Detektion im Mai 2024 die Koordination von Überwachungs‑ und Reaktionsaktivitäten. Ghana investierte in Laborkapazitäten, um die Diagnostik zu beschleunigen, während Guinea‑Bissau gezielte Impfaktionen für schwer erreichbare Bevölkerungsgruppen durchführte.
Bedeutung für Gesundheitssysteme
„Jeder geschlossene Ausbruch bedeutet mehr Kinder, die vor einer potenziell lähmenden Krankheit geschützt sind“, erklärte Dr Mohamed Janabi, WHO‑Regionaldirektor für Afrika. Die Abschlüsse zeigen, dass robuste nationale Führung, engagierte Gesundheitsarbeiter und enge Zusammenarbeit mit Partnern wirksame Ergebnisse liefern können.
Rolle von Partnern und Finanzierung
Die Umsetzung wurde durch Beiträge von Kanada, der Europäischen Investitionsbank, der Gates Foundation, Deutschland und den Vereinigten Arabischen Emiraten unterstützt. Weitere Unterstützung stammt von Gavi, UNICEF und anderen GPEI‑Partnern.
Ausblick und verbleibende Risiken
Trotz der Erfolge betont das WHO‑Regionalbüro, dass die Gefahr einer Wiederimportation, wie die kürzliche Entdeckung in Madagaskar zeigt, weiterhin besteht. Fortgesetzte Überwachung, hohe Immunisierungsraten und schnelle Impfkampagnen bleiben entscheidend, um neue Ausbrüche zu verhindern.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von World Health Organization (WHO), lizenziert unter Public Data / Terms of Use (Attribution Required). Quelle unterliegt den Nutzungsbedingungen der jeweiligen internationalen Organisation.
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