UN: Fünf Pfauen erhalten neues Zuhause im Ariana-Park
Neuzugänge im Ariana-Park
Die Vereinten Nationen in Genf haben am 7. August fünf junge Pfauen aus Indien in den Ariana-Park auf dem Gelände des Palais des Nations gebracht. Die Vögel – vier mit dem klassischen Blau und einer mit weißem Gefieder – sollen dort für drei Monate verweilen, bevor sie frei im Park umherziehen dürfen. Die Übergabe erfolgte im Rahmen einer feierlichen Zeremonie, an der zahlreiche Besucher teilnahmen.
Hintergrund der Pfauentradition
Der Brauch, Pfauen auf dem UN-Gelände zu halten, reicht bis in die Anfangsjahre der Organisation zurück. Bereits 1981 spendete Indien ein Pfauepaar, das von Premierministerin Indira Gandhi aus dem Zoo Delhi übermittelt wurde. Die aktuelle Gabe soll diese langjährige Tradition fortsetzen, wie der Botschafter Arindam Bagchi, Ständiger Vertreter Indiens bei den Vereinten Nationen, erklärte.
Transport und medizinische Versorgung
Der Tierarzt Tobias Blaha, Direktor des Genfer Bioparks, begleitete die Tiere in einem speziell ausgestatteten Ambulanzfahrzeug. Das Fahrzeug war mit Wiederbelebungsgeräten und weiteren medizinischen Einrichtungen versehen, um Stresssituationen bei den Vögeln zu begegnen. Die Pfauen wurden in fünf Kartons mit dem Vermerk „live animals“ transportiert.
Pflege und Sicherheitsaspekte
Blaha betonte, dass der Park mit alten Bäumen, schattigen Bereichen, Blumenbeeten und ausgedehnten Rasenflächen ein geeignetes Habitat für die Pfauen darstelle. Gleichzeitig wies er auf potenzielle Gefahren durch lokale Raubtiere wie Füchse und Marder hin und erklärte, dass die Vögel bevorzugt in höheren Ästen schlafen sollten, um das Risiko von Angriffen zu minimieren.
Gruppendynamik und zukünftige Freilassung
Laetitia Menin, Leiter der Facility Management-Abteilung von UN Genf, erläuterte, dass alle fünf Pfauen männlich und im selben Jahr geschlüpft seien. Sie erwarten, dass die Vögel innerhalb der Gruppe ihre Rangordnung etablieren, wodurch ein vorzeitiges Weglaufen im Frühjahr vermieden werden könne. Nach Ablauf der dreimonatigen Eingewöhnungsphase soll den Pfauen ein freier Zugang zum gesamten Park ermöglicht werden.
Historische Einordnung
Die Geschichte der Pfauen am UN-Standort lässt sich bis ins 19. Jahrhundert zurückverfolgen, als der Schweizer Archäologe Gustave Revilliod sein Anwesen, das später das UN-Gelände beherbergte, der Stadt schenkte. In den 1950er‑Jahren wurden Pfauen regelmäßig in den Medien erwähnt, etwa als „Genfer Taube“, als ein Pfau auf ein sowjetisches Delegationsauto kletterte. Der aktuelle Bestand knüpft an diese langjährige Präsenz an.Dieser Bericht basiert auf Informationen von Vereinte Nationen, lizenziert unter Public Data / Terms of Use (Attribution Required). Quelle unterliegt den Nutzungsbedingungen der jeweiligen internationalen Organisation.
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