Der internationale Wettbewerb Beamline for Schools hat fünf Teams aus Belgien, Kanada, Mexiko, der Türkei und den USA als Sieger des 12. Durchgangs ausgewählt. Die Gewinner erhalten die Möglichkeit, ihre experimentellen Konzepte an den Teilchenbeschleuniger‑Standorten CERN, DESY und der Universität Bonn umzusetzen.
Gewinnerteams und geplante Experimente
Das belgische Team „Spallateam“ vom Collège Cardinal Mercier wird im September 2025 an CERN ein Experiment zur Optimierung der Neutronen‑Ausbeute bei verschiedenen Spallationszielen durchführen. Das türkische Team „Physical“ aus der Cağaloğlu Anadolu Lisesi plant ebenfalls ein CERN‑Experiment, das die Neutronenproduktion in einer Kombination aus Wolfram und Aluminium untersucht.
Das kanadische Team „Dawson Technicolor“ vom Dawson College sowie das mexikanische Team „Pumas in Kollision“ von der Escuela Nacional Preparatoria N° 6 führen ihre Versuche an einer DESY‑Beamline durch. Die kanadische Gruppe testet ein dreidimensionales Szintillations‑Detektor‑System, während das mexikanische Team alternative Szintillations‑Medien aus Holz‑Pigmenten und Fluorit erforscht.
Das US‑Team „Team XTReme“ der Centennial High School wird an der Elektronen‑Stretcher‑Anlage (ELSA) der Universität Bonn experimentieren und die Erzeugung von Übergangsstrahlung an mehrlagigen Dielektrika untersuchen.
Teilnehmerzahlen und Wachstum
Im Jahr 2025 haben 508 Teams aus 72 Ländern Vorschläge eingereicht, was einen Rekord darstellt. Mehr als 3 500 Schüler haben an dem Wettbewerb teilgenommen, wobei die Zahl der Teilnehmer seit dem Start im Jahr 2014 kontinuierlich gestiegen ist.
Aussagen von Verantwortlichen
„Jahr für Jahr sind wir von der Qualität der eingereichten Vorschläge beeindruckt“, erklärt Charlotte Warakaulle, Direktor für Internationale Beziehungen bei CERN. „Die beständige Zunahme der Teilnehmer zeigt das große Interesse junger Menschen an Naturwissenschaften, Technik, Ingenieurwesen und Mathematik.“
Beate Heinemann, Vorsitzende des Vorstands von DESY, gratulierte den Gewinnern und betonte die Bedeutung von Teamarbeit als ersten Schritt zu bedeutender Wissenschaft. Professor Klaus Desch von der Universität Bonn äußerte seine Vorfreude, das Team XTReme an der ELSA‑Anlage zu empfangen.
Zusammenarbeit mit Partnerinstituten
Die Kooperation zwischen CERN und DESY, die 2019 während einer langen Abschaltphase der CERN‑Beschleuniger begann, ermöglicht es, dass dieses Jahr erstmals auch die Universität Bonn einen Gewinnerteam‑Aufenthalt anbietet. Damit wird die Reichweite des Wettbewerbs auf drei bedeutende europäische Forschungseinrichtungen ausgeweitet.
Ausblick und Bedeutung
Die Organisatoren betonen, dass die heutigen Teilnehmer die Wissenschaft von morgen darstellen. Durch die praktische Erfahrung an hochmodernen Teilchen‑Beamlines erhalten die Schüler Einblicke in experimentelle Methoden, die sonst nur professionellen Forschenden vorbehalten sind.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von CERN, lizenziert unter Quelle beachten. Lizenzangabe konnte nicht eindeutig zugeordnet werden.
