Hintergrund
Im April 2026 hat das Gesundheitsministerium von Gambia eine einwöchige Nachholkampagne gegen das humane Papillomavirus (HPV) für Mädchen im Alter von 9 bis 14 Jahren in drei Regionen gestartet, um die Lücken der landesweiten Impfaktion von 2025 zu schließen.
Umsetzung
Die Kampagne verlegte die Impfungen von traditionellen Gesundheitseinrichtungen in Schulen, Madrassen und weitere Gemeindezentren, wobei Impfteams an mehreren Anlaufstellen aktiv waren, um sicherzustellen, dass kein berechtigtes Mädchen zurückgelassen wird.
Koordination
Geleitet wurde die Aktion vom erweiterten Impfprogramm (EPI) des Ministeriums für Gesundheit in Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Grund‑ und Sekundarbildung, der WHO, UNICEF und Gavi, dem Impfstoff‑Allianz‑Programm. Die Bildungsbehörde stellte über Cluster‑Manager die Verbindung zu Schulen, kommunalen Einrichtungen und Gesundheitsteams her.
Ergebnisse
Nach der Impfaktion von 2025 waren über 11 000 Mädchen nicht geimpft. Die Nachholkampagne richtete sich an fast 9 000 Mädchen; bis zum Abschluss waren rund 8 500 Mädchen geimpft, was einer Durchimpfungsrate von 95 % entspricht. Regionale Überwachungssysteme ermöglichten ein zeitnahes Nachfassen, und durch die Einbindung von Lehrern, religiösen und kommunalen Führungspersonen stieg die Akzeptanz; 98 % der Eltern gaben ihr Einverständnis.
Aussagen von Verantwortlichen
Dr. Nathan Bakyaita, WHO‑Vertreter in Gambia, erklärte: „Mit fortgesetzter Unterstützung von WHO und Partnern stärkt Gambia ein Impf‑System, das nicht nur wirksamer, sondern auch stärker vom Vertrauen der Gemeinschaft getragen wird.“
Fakebba Kolley, Schulleiter der Wulingkama Lower Basic School, berichtete, dass die Nutzung der Schul‑WhatsApp‑Gruppe zur Elterninformation zu einer Zustimmungsrate von 98 % führte. Er fügte hinzu: „Ich habe meine Schwester an dieser Krankheit verloren. Hätte es den Impfstoff damals gegeben, wäre ihr Schicksal vielleicht anders gewesen.“
Abdoul Wahab, weiterer Lehrer an derselben Schule, betonte: „Der Impfstoff ist wichtig für das Leben eines Mädchens. Ich ermutige alle Eltern, ihre Kinder impfen zu lassen – er unterstützt zudem die reproduktive Gesundheit.“
Ausblick
Durch die enge Zusammenarbeit von Gesundheits‑ und Bildungssektor sowie die Einbindung lokaler Akteure entwickelt Gambia eine stärker auf Gleichberechtigung ausgerichtete Impfstrategie, die das Vertrauen in das öffentliche Gesundheitssystem weiter festigt.Dieser Bericht basiert auf Informationen von WHO, lizenziert unter Public Data / Terms of Use (Attribution Required). Quelle unterliegt den Nutzungsbedingungen der jeweiligen internationalen Organisation.
Ende der Uebertragung