International: Geoffrey Hinton fordert strengere KI‑Regulierung auf UN‑Konferenz
Aufruf zur Lenkung von KI
Auf der Digital World Conference, die vom UN Research Institute for Social Development mitorganisiert wurde, hat der Nobelpreisträger und KI‑Pionier Geoffrey Hinton betont, dass Künstliche Intelligenz wie ein schnelles Fahrzeug ohne Lenkung sei und deshalb dringend reguliert werden müsse.
Rahmen der Veranstaltung
Die Konferenz, die in Genf stattfand, brachte Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft zusammen, um die gesellschaftlichen Folgen der rasanten KI‑Entwicklung zu diskutieren.
Wachstum des KI‑Marktes
Laut dem UNCTAD‑Technologie‑ und Innovationsbericht 2025 soll der globale KI‑Markt von 189 Milliarden US‑Dollar im Jahr 2023 auf 4,8 Billionen US‑Dollar im Jahr 2033 anwachsen – ein Volumen, das größer ist als die gesamte Wirtschaft Japans.
Risiko einer wachsenden Ungleichheit
Pedro Manuel Moreno, stellvertretender Generalsekretär von UNCTAD, warnte, dass die Kontrolle über diese Technologie in den Händen weniger Volkswirtschaften und Unternehmen liege. Doreen Bogdan‑Martin, Verantwortliche der Internationalen Fernmeldeunion (ITU), ergänzte, dass die Einführung generativer KI im Globalen Norden fast doppelt so schnell voranschreite wie im Globalen Süden, was zu einer zweiten großen Divergenz führen könne.
Forderungen nach transparenter Governance
Die Teilnehmenden betonten die Notwendigkeit einer transparenten, rechenschaftspflichtigen und rechtsbasierten KI‑Governance, um Risiken wie algorithmische Voreingenommenheit, intransparente Systeme und die Konzentration großer Datenmengen bei wenigen Konzernen zu mindern.
Wissenschaftliches Panel liefert Datenbasis
Das unabhängige Internationale Wissenschaftliche Panel für KI hielt sein erstes Präsenztreffen in Madrid ab. Maria Ressa, Mit‑Vorsitzende des Panels, erklärte, das Gremium solle wissenschaftlich fundierte Bewertungen darüber liefern, wie KI‑Systeme Gesellschaften prägen.
Ausblick auf globale Dialoge
Die Ergebnisse des Panels fließen in die Vorbereitungen des Globalen Dialogs über KI‑Governance ein, der im Juli in Genf alle 193 UN‑Mitgliedsstaaten, die Privatwirtschaft, die Zivilgesellschaft und die Wissenschaft zusammenbringen wird.
Stimme des UN‑Sonderbeauftragten
Der UN‑Sonderbeauftragte für digitale und aufkommende Technologien, Amandeep Gill, betonte, dass die politische Debatte evidenzbasiert und multidisziplinär gestaltet werden müsse, um den schnellen technologischen Wandel zu steuern.
Zusammenfassung
Die UN‑Initiativen verdeutlichen ein verstärktes Bestreben, KI‑Entwicklungen datengetrieben, inklusiv und verantwortungsvoll zu lenken, damit die Technologie breiten Nutzen für alle Gesellschaftsschichten erziele.Dieser Bericht basiert auf Informationen von Vereinte Nationen, lizenziert unter Public Data / Terms of Use (Attribution Required). Quelle unterliegt den Nutzungsbedingungen der jeweiligen internationalen Organisation.
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