USA: Geringe Blastozystenbildung und Schwangerschaftsrate bei 1PN‑ und 3PN‑Embryonen
Studienziel
Eine aktuelle Studie untersuchte die Blastozystenbildungsrate, die Ergebnisse des Präimplantations‑Genetischen Tests auf Aneuploidie (PGT‑A) sowie die Schwangerschaftsrate von Embryonen mit einem (1PN) bzw. drei (3PN) Pronukleus im Vergleich zu regulären 2PN‑Embryonen. Dabei wurden 150 Patient in die Analyse einbezogen.
Methodik
Die eingeschlossenen Patient wurden nach dem Auftreten von 1PN‑ und/oder 3PN‑Embryonen in drei Gruppen eingeteilt: Gruppe (i) 1PN‑Embryonen, Gruppe (ii) 3PN‑Embryonen und Gruppe (iii) Kontrollgruppe mit 2PN‑Embryonen. Insgesamt wurden 2 373 Oozyten entnommen, von denen 1 711 (72,1 %) den Reifestatus Metaphase‑II erreichten. Aus diesen entwickelten sich 508 Tag‑5‑Embryonen, wovon 44 (8,7 %) 3PN, 13 (2,6 %) 1PN und 451 (88,8 %) 2PN waren.
Ergebnisse
Der statistische Vergleich der drei Gruppen ergab einen signifikanten Unterschied (χ² = 51,11, df = 2, p < 0,0001). In paarweisen Analysen zeigte sich, dass 1PN‑Zygoten signifikant niedrigere Blastozystenbildungsraten aufwiesen als sowohl 2PN‑ als auch 3PN‑Zygoten (je p < 0,0001), während der Unterschied zwischen 2PN‑ und 3PN‑Zygoten nicht signifikant war (p = 0,5025).
Blastozystenbildung
Von den getesteten Embryonen wurden 23 3PN‑ und 4 1PN‑Blastozysten einer PGT‑A‑Analyse unterzogen. Alle getesteten Blastozysten wurden als aneuploid klassifiziert, weshalb keiner dieser Embryonen für einen Transfer verwendet wurde.
Embryotransfer und Schwangerschaft
Insgesamt wurden fünf 3PN‑Blastozysten in fünf Patient, ein 1PN‑Blastozyst in einem Patient und ein kombinierter Transfer von 1PN‑ und 3PN‑Blastozysten in einem weiteren Patient durchgeführt. Keiner der Transfers, die ohne vorherige genetische Testung erfolgten, führte zu einer Schwangerschaft, mit Ausnahme des kombinierten Transfers, bei dem die einzige dokumentierte Schwangerschaft erzielt wurde.
Schlussfolgerung
Die Studie bestätigt, dass sowohl die Blastozystenbildungsrate als auch die Schwangerschaftsrate von abnormal befruchteten Embryonen (1PN, 3PN) gering sind. Dennoch könnte ein Transfer von Blastozysten aus 1PN‑ bzw. 3PN‑Embryonen eine Option für Patient darstellen, bei denen keine übertragbaren 2PN‑Blastozysten entwickelt wurden.Dieser Bericht basiert auf Informationen von PLOS ONE, lizenziert unter Creative Commons BY 4.0 (Open Access). Wissenschaftliche Inhalte, offen zugänglich.
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