International: Geringe Inanspruchnahme von Wachstumsmonitoring bei Kleinkindern im Wondo-Distrikt 2024
Im Jahr 2024 wurde im Wondo-Distrikt eine Querschnittsstudie durchgeführt, um die Nutzung von Growth Monitoring and Promotion (GMP) bei Kindern unter zwei Jahren zu erfassen. Die Untersuchung ergab eine Inanspruchnahme von lediglich 14,2 %.
Methodik
Die Forschenden wählten ein zufälliges Stichprobenverfahren und befragten Elternteile von Kindern unter zwei Jahren. Die Datenauswertung erfolgte mit SPSS Version 25, wobei deskriptive Statistiken und logistische Regressionsanalysen mit einem Signifikanzniveau von p < 0,05 angewendet wurden.
Hauptergebnisse
Mehrere Faktoren standen in signifikanter Beziehung zur GMP‑Nutzung. Ein Haushaltseinkommen über 32 US‑Dollar pro Monat erhöhte die Wahrscheinlichkeit fast fünf‑fach (AOR = 4,857, 95 % CI 1,009–11,744). Elternteile, die lesen und schreiben konnten, zeigten eine zehn‑fach höhere Nutzung (AOR = 10,625, 95 % CI 2,667–42,334). Auch Bildungsabschlüsse von Grundschule bis Sekundarstufe erhöhten die Nutzung signifikant (AOR = 9,067 und 8,060). Weitere assoziierte Variablen waren die Inanspruchnahme von Antenatal‑Care (AOR = 2,871), Entbindung in einer Gesundheitseinrichtung (AOR = 4,037), Nachsorge (PNC) (AOR = 4,110), Teilnahme an kommunalen Gesprächen (AOR = 4,162) sowie die Nutzung von Familien‑ bzw. Kindergesundheitskarten (AOR = 6,825).
Bedeutung der Befunde
Die niedrige Gesamtnutzungsrate von 14,2 % verdeutlicht, dass ein großer Teil der Zielgruppe bislang nicht von GMP‑Diensten profitiert. Die identifizierten Einflussfaktoren deuten darauf hin, dass sozioökonomische Lage, Bildungsgrad und der Kontakt zu Gesundheitseinrichtungen zentrale Determinanten sind.
Empfehlungen
Auf Basis der Ergebnisse wird empfohlen, Aufklärungsprogramme zu stärken, die Bildung von Elternteilen zu fördern und den Zugang zu Antenatal‑Care sowie institutioneller Entbindung zu erleichtern. Die Ausweitung von Familien‑ und Kindergesundheitskarten sowie die regelmäßige Durchführung von kommunalen Gesprächsrunden könnten die Nutzung von GMP‑Diensten weiter steigern.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von PLOS ONE, lizenziert unter Creative Commons BY 4.0 (Open Access). Wissenschaftliche Inhalte, offen zugänglich.
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