Deutschland: Gesetzentwurf zur Eindämmung von PFAS im Trinkwasser
Ein Gesetzentwurf der Fraktion Bündnis90/Die Grünen fordert umfassende Maßnahmen, um die Belastung von Trinkwasser mit per‑ und polyfluorierten Alkylverbindungen (PFAS) zu verhindern.
PFAS, oft als Ewigkeitschemikalien bezeichnet, zeichnen sich durch hohe chemische Stabilität und geringe biologische Abbaubarkeit aus; sie finden sich in beschichteten Pfannen, Funktionstextilien, Löschschaum und Verpackungen.
Studien belegen das Vorhandensein von PFAS in Gewässern, Grundwasser, Meeren, Lebensmitteln, Tieren und im menschlichen Körper; besonders häufig nachgewiesen wird Trifluoressigsäure (TFA).
Gefahren für Umwelt und Gesundheit
Die Fraktion weist darauf hin, dass die Persistenz von PFAS langfristige Risiken für Ökosysteme und die öffentliche Gesundheit birgt.
Forderungen des Gesetzentwurfs
Der Gesetzentwurf verlangt, dass das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit alle Pflanzenschutzmittel vom Markt nimmt, die zu TFA zerfallen oder mit hoher Wahrscheinlichkeit zu TFA zerfallen.
Regulatorische Klarstellungen
Weiterhin soll klargestellt werden, dass die Einleitung von PFAS in Gewässer nach Paragraf 57 des Wasserhaushaltsgesetzes nicht genehmigungsfähig ist und die Herstellung sowie Verwendung von PFAS‑behandelten Papieren verboten wird.
EU‑weite Bewertung
Die Fraktion unterstützt die seit 2023 laufende wissenschaftliche Bewertung eines Gruppenverbots im Rahmen der EU‑Chemikalienverordnung REACH, um ein zehntausendfaches Einzelfall‑Prüfverfahren zu vermeiden.
Ausblick
Nach Angaben des Gesetzentwurfs könnten die vorgeschlagenen Maßnahmen zu einer schnellen Reduktion persistenter PFAS führen, ohne umfangreiche Bürokratie und Tierversuche.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von Deutscher Bundestag, lizenziert unter Amtliches Werk gem. § 5 UrhG (Deutschland).
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