Deutschland: Steigende Ausgaben für externe Dienstleister bei gesetzlichen Krankenkassen
Die gesetzlichen Krankenkassen haben ihre Ausgaben für externe Dienstleister in den letzten Jahren deutlich erhöht. Im Jahr 2014 betrugen die Aufwendungen auf dem Konto „Sonstige Vergütungen an andere“ 730 Millionen Euro, während sie im Jahr 2025 auf 1,35 Milliarden Euro anstiegen. Im Jahr 2024 lag der Betrag sogar bei 1,40 Milliarden Euro.
Entwicklung der Gesamtausgaben
Die Zahlen ergeben sich aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der AfD‑Fraktion. Auf dem genannten Konto werden vorwiegend IT‑Ausgaben der Krankenkassen an externe Dienstleister verbucht.
Anteil an den Verwaltungskosten
Nach Angaben der Bundesregierung stieg der Anteil dieser Ausgaben an den Bruttoverwaltungskosten der gesetzlichen Krankenversicherung von 5,9 % im Jahr 2014 auf 7,9 % im Jahr 2025. Der Anteil an den Nettoverwaltungskosten erhöhte sich von 7,3 % auf 10 % im selben Zeitraum.
Begründung der Bundesregierung
Die Regierung führt die Entwicklung vor allem auf die zunehmende digitale Transformation des Gesundheitswesens zurück, bei der die Krankenkassen vermehrt Aufgaben an IT‑Dienstleister auslagern.
Einschränkungen der Datenlage
Die Bundesregierung betont, dass gesicherte Aussagen schwierig seien, weil die auf dem Konto gebuchten Beträge statistisch nicht weiter untergliedert werden. Informationen zu konkreten Empfängern, möglichen Zahlungen an verbundene Unternehmen oder Unterschiede zwischen einzelnen Krankenkassen liegen nicht vor.
Ausblick
Da keine detaillierten Daten zu den Ausgaben vorliegen, bleibt unklar, inwieweit die Kostenentwicklung künftig weiter ansteigen wird. Beobachter fordern eine transparentere Aufschlüsselung, um die Wirksamkeit der digitalen Maßnahmen besser beurteilen zu können.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von Deutscher Bundestag, lizenziert unter Amtliches Werk gem. § 5 UrhG (Deutschland).
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