International: Gesundheitsarbeiter überzeugen Elternteil in Malawi nach intensiver Aufklärung von Polio‑Impfung
Ein Team von Gesundheitsfachkräften hat im Rahmen einer aktuellen Polio‑Impfkampagne in der Gemeinde Kuyenderana im Bezirk Chikwawa (Malawi) einen zuvor skeptischen Elternteil dazu bewegt, sein Kind gegen Polio impfen zu lassen.
Hintergrund der Impfablehnung
Der betroffene Elternteil hatte in früheren Impfaktionen beobachtet, dass das Kind nach einer Impfung krank wurde, und war deshalb überzeugt, dass Impfungen die Ursache seien. Diese Erfahrung führte zu einer langjährigen Ablehnung weiterer Impfungen.
Ansatz der Gesundheitsfachkräfte
Im neuesten Durchlauf der Kampagne nahmen die Fachkräfte bewusst mehr Zeit, um die Bedenken des Elternteils anzuhören und individuelle Fragen zu beantworten, anstatt ausschließlich Impfungen zu fordern. Durch das offene Gespräch entstand das Gefühl, dass die Sorgen ernst genommen werden.
Bedeutung der Meldung von Nebenwirkungen
Meretina Washa, Senior Disease Control Surveillance Assistant, erklärte, dass das Melden von Ereignissen nach Impfungen es ermöglicht, mögliche Nebenwirkungen zu überwachen und gleichzeitig die allgemeine Gesundheit des Kindes zu prüfen. Sie betonte, dass diese Praxis den Gesundheitsfachkräften hilft, gezielte Unterstützung zu leisten.
Fortlaufende Kommunikation
Washa unterstrich zudem, dass ein kontinuierlicher Austausch zwischen Familien und Gesundheitsfachkräften wichtig sei, weil gemeldete Bedenken schnell untersucht und mit geeigneten Empfehlungen beantwortet werden können.
Herausforderungen bei langanhaltender Ablehnung
Zainub Mtola, Health Surveillance Assistant, wies darauf hin, dass manche Familien seit über einem Jahrzehnt aus religiösen Gründen Impfungen verweigern. In solchen Fällen arbeite das Team mit traditionellen Führern, Pastoren und Verwandten zusammen, um Dialogmöglichkeiten zu schaffen.
Ergebnis und Ausblick
Das Gespräch führte zu einem Vertrauensaufbau, sodass das Kind schließlich die Polio‑Impfung erhielt. Das Beispiel verdeutlicht, dass empathisches Zuhören und gezielte Information zentrale Bausteine für die Erreichung der Polio‑Ausrottungsziele darstellen.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von Weltgesundheitsorganisation, lizenziert unter Public Data / Terms of Use (Attribution Required).
Ende der Uebertragung