In Addis Abeba haben die Gesundheitsminister der 47 Mitgliedsstaaten der WHO‑Afrikazone die 76. Sitzung des WHO‑Regionalausschusses für Afrika eröffnet und damit eine dreitägige Diskussion über künftige Gesundheitsstrategien eingeleitet.
Eröffnungsrede des äthiopischen Präsidenten
H.E. Taye Atske Selassie, Präsident der Föderalen Demokratischen Republik Äthiopien, betonte die Notwendigkeit stärkerer regionaler Zusammenarbeit und nachhaltiger Investitionen in belastbare Gesundheitssysteme, um die Gesundheit der Bevölkerung zu verbessern und die Entwicklung Afrikas zu unterstützen.
Aussagen des äthiopischen Gesundheitsministers
Dr. Mekdes Daba, äthiopischer Gesundheitsminister, verwies auf anhaltende Ungleichheiten, knappe Ressourcen, technologische Entwicklungen, Klimafragen, demografische Veränderungen und komplexe Gesundheitsemergenzen als zentrale Herausforderungen für die Region.
Stellungnahme des WHO‑Regionaldirektors
Dr. Mohamed Janabi, WHO‑Regionaldirektor für Afrika, unterstrich das gemeinsame Engagement der Mitgliedsstaaten, widerstandsfähigere und eigenständige Gesundheitssysteme durch kollektives Handeln und afrikanisch geführte Lösungen aufzubauen.
Schwerpunkte der Tagesordnung
Zu den wichtigsten Punkten gehören eine Strategie zur nachhaltigen Gesundheitsfinanzierung, die „Africa Health Workforce Agenda 2026‑2035“ zur Ausbildung und Bindung von Gesundheitspersonal sowie ein regionaler Plan für frühkindliche Entwicklung.
Regulierung und Notfallvorsorge
Die Minister prüfen Vorschläge zur Stärkung der Arzneimittelregulierung, zur Verbesserung der Gesundheitssicherheit und zur Beschleunigung von Notfallmaßnahmen, insbesondere im Kontext des größten Ebola‑Ausbruchs im Kongo und der Polio‑Überwachung.
Daten und langfristige Vision
Ein neuer Regionaler Gesundheitsdaten‑Hub soll die Früherkennung von Bedrohungen erleichtern, Ressourcen gezielter einsetzen und fundierte Entscheidungen ermöglichen. Zudem wird das Rahmenwerk „A New Era of Health for Africa: United Action for Vision 2035“ diskutiert, das primäre Gesundheitsversorgung, digitale Transformation und nationale Eigenverantwortung fördert.
Erwartete Auswirkungen
Die während der Sitzung gefassten Beschlüsse sollen nationale Gesundheitspolitiken prägen, die regionale Zusammenarbeit stärken und die WHO‑Unterstützung für die Mitgliedsstaaten im kommenden Jahr leiten.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von World Health Organization (WHO), lizenziert unter Public Data / Terms of Use (Attribution Required). Quelle unterliegt den Nutzungsbedingungen der jeweiligen internationalen Organisation.
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