UN: Gewalt im Libanon reduziert, Engpässe in Gaza und steigende Schulden belasten Entwicklungsfinanzierung
Am 16. Juni 2026 berichtete UN‑Sprecher Stéphane Dujarric, dass die Gewalt in Libanon im Vergleich zum Wochenende deutlich zurückgegangen sei, während gleichzeitig Engpässe im Gazastreifen und steigende Schulden die Entwicklungsfinanzierung belasten.
Reduzierte Gewalt im Libanon
Der UN‑Friedensmission UNIFIL wurde mitgeteilt, dass am Montag 38 Verstöße gegen den libanesischen Luftraum durch israelische Kräfte registriert wurden, gegenüber 83 am Vortag. Die Zahl der Projektile sank von 705 auf 174, wobei 169 dem israelischen Militär und fünf der Hisbollah zugeordnet wurden. Dujarric betonte, dass trotz des Rückgangs weiterhin Vorfälle gemeldet werden und ungeklärte Sprengstoffe ein ernstes Risiko darstellen.
RĂĽckkehr von Vertriebenen
Laut libanesischen Behörden verringerte sich die Zahl der Menschen in Sammelunterkünften von rund 134.000 auf 124.000, während etwa 2.700 Personen im Süden das Lager am Montag verließen. Dujarric wies darauf hin, dass unklar sei, ob diese Bewegungen vorübergehende Rückkehr zur Begutachtung von Häusern oder längerfristige Rückkehr darstellen.
Versorgungsengpässe im Gazastreifen
Die UN‑Hilfsorganisation OCHA warnte, dass Engpässe bei Treibstoff, Motoröl und Ersatzteilen die Wasserversorgung, Abwasserbehandlung und Abfallwirtschaft stark beeinträchtigen. Durch priorisierte Treibstoffzuweisungen können jedoch begrenzte Operationen aufrechterhalten werden.
LebensunterstĂĽtzende MaĂźnahmen
UNDP leitete Pestizidanwendungen ein, während UNICEF und UNRWA Aufklärungskampagnen zur öffentlichen Sicherheit durchführen. Lebensmittelhilfe erreichte fast 420.000 Menschen in den ersten beiden Juniwochen, was etwa 75 % des täglichen Kalorienbedarfs deckt. Zusätzlich erhielten über 2.200 Viehzüchter Futtermittel und mehr als 1.000 Landwirte erhalten seit März bedingte Geldzahlungen zur Wiederaufnahme der Feldarbeit.
Entwicklungsfinanzierung unter Druck
Ein UNCTAD‑Bericht zeigte, dass steigende Zinszahlungen zwischen 2018 und 2024 den finanziellen Spielraum für Entwicklung in 99 Ländern verringerten. Externe Finanzflüsse zu Entwicklungsländern sanken um 18 % zwischen 2014 und 2024, während die Inlandsfinanzierung um 60 % wuchs. Afrika erhielt lediglich 10 % der gesamten externen Mittel, obwohl es 22 % der Weltbevölkerung der Entwicklungsländer ausmacht.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von United Nations, lizenziert unter Public Data / Terms of Use (Attribution Required). Quelle unterliegt den Nutzungsbedingungen der jeweiligen internationalen Organisation.
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